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22.02.2011 16:02
CfP bis 15.09.2011 für einen Sammelband: Diversity und Hochschule.
Call for papers für einen Sammelband: Diversity und Hochschule.
Teilhabebarrieren und Strategien zur Gestaltung von Vielfalt
Uta Klein und Daniela Heitzmann
Deadline: 15.09.2011
In den letzten Jahren wird zunehmend deutlich, dass sich auch Hochschulen stärker als zuvor mit „Diversity“, der Vielfalt der Hochschulmitglieder, auseinandersetzen müssen. Während die Geschlechtergleichstellung eine Aufgabe ist, der sich nicht zuletzt Gleichstellungsbeauftragte seit
langem mit unterschiedlichen Maßnahmen und Programmen widmen, sind Fragen weiterer Heterogenitäten wie Behinderung, Migrationshintergrund, soziale Herkunft oder Alter erst seit wenigen Jahren in den Vordergrund gerückt. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Forschung: Während
zahlreiche elaborierte Erkenntnisse zu gender und Wissenschaft vorliegen, führen Arbeiten zu anderen Dimensionen ein Schattendasein.
Der geplante Sammelband „Diversity und Hochschule“ zielt auf eine Zusammenführung aktueller Forschungsergebnisse sowie (exemplarisch) erfolgreicher Praxisbeispiele zu Diversity‐Potentialen und
Diskriminierungen im Hochschulbereich. Hierzu suchen wir unveröffentlichte Originalbeiträge aus den Sozial‐, Kultur‐ und Geisteswissenschaften.
Die Publikation wird drei Themenkomplexe umfassen:
‐ Zugangsbarrieren an deutschen Hochschulen: Ausmaß und Hintergründe
Welche Erkenntnisse gibt es mittlerweile zu Zugangsbarrieren und Exklusionsmechanismen aufgrund von sozialer Herkunft, Behinderung, Migration, sexueller Orientierung, Weltanschauung und Alter? Mit welchen Problemen sieht sich die Forschung bei der Annäherung an diesen Themen konfrontiert, etwa hinsichtlich des statistischen Materials und des Datenschutzes? Welche Besonderheiten weisen Hochschulen im Vergleich zu anderen Organisationen auf, die Zugang und (Wissenschafts‐ Karriere für bestimmte Gruppen erschweren?
‐ Diversity und Lehre
Die Verknüpfung von Gender & Diversity und Hochschuldidaktik wird zunehmend diskutiert. Jedoch stellt sich für die Lehrenden in den Hochschulen die Frage nach der konkreten Umsetzung. Zum einen reichen aufgrund der disziplinären Vielfalt ‚Patentrezepte‘ nicht aus.
Zum anderen ist eine Gefahr der Stereotypisierung und Essentialisierung nicht von der Hand zu weisen. Wie kann man unterschiedlichen kulturellen, generationalen, genderbezogenen und sonstigen sozialen Hintergründen und Lebenslagen gerecht werden, ohne erneute Zuschreibungen vorzunehmen und eindimensionale Vorstellungen von Identität
festzuschreiben? Welche Konzepte werden auch Differenzierungen innerhalb der jeweiligen Gruppen gerecht? Wir interessieren uns sowohl für theoretisch‐konzeptionelle Überlegungen als auch für konkrete und erfolgreiche Praxisbeispiele aus verschiedenen Disziplinen.
‐ Wege zu Diversity an der Hochschule
Schließlich ist nach den hochschul‐ und bildungspolitischen Strategien zu fragen, die zu einer Diversity‐gerechten Gestaltung von Hochschulen als Organisation führen. Hierunter verstehen wir sowohl Prozesse zur strukturellen Verankerung, die die Universität als Ganzes
umfassen, als auch verstetigte Maßnahmen in einzelnen Bereichen, wie berufsbegleitende Studiengänge. Einzelne Projektdarstellungen sind nur dann gefragt, wenn sie entsprechend theoretisch fundiert sind und der Transfer der Ergebnisse ausgeführt wird.
Bitte schicken Sie Ihren fertigen Beitrag im Umfang von max. 50.000 Zeichen (inkl. Fußnoten und
Leerzeichen) bis zum 15.09.2011 per E‐Mail an Prof. Dr. Uta Klein (klein@gender.uni‐kiel.de) und
Daniela Heitzmann (heitzmann@gender.uni‐kiel.de).
Haben Sie noch Fragen?
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Herausgeberinnen der Publikation „Diversity
und Hochschule“: Prof. Dr. Uta Klein (klein@gender.uni‐kiel.de) und Daniela Heitzmann
(heitzmann@gender.uni‐kiel.de).
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