In der politischen Öffentlichkeit schlägt der demokratische Puls moderner Gesellschaften. Inwiefern dieses Selbstverständnis durch einen neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit bedroht ist, fragt der Kongress.
Kann über die kommunikativen Arenen der modernen Gesellschaft eine demokratische Selbstregulation noch gelingen, wo einerseits die Dauerkommunikation der Medienorganisationen von ihren Herkunftskontexten entbettet auf Medienkonsumenten und nicht länger ein Staatsbürgerpublikum zielt und andererseits angesichts einer globalisierungsentgrenzten Ökonomie jenseits des westfälischen Staates die praktischen Grenzen nationaler Demokratie immer deutlicher werden?
Zahlreiche Forschungsnetzwerke und Arbeitsgruppen aus Soziologie, Politikwissenschaft, Kommunikations- und Bildungswissenschaften aus mehr als drei Ländern tragen bei.
Gegen die notorische Fragmentierung der Sozialwissenschaften werden unterschiedliche Perspektiven zu vielleicht der politischen Frage unserer Gegenwart in vier thematischen Plenen, einem RoundTable, Eröffnungsvorlesung und Schlussdebatte sowie fünfzig Panel-Veranstaltungen diskutiert.
Der Dreiländerkongress lebt von seinen Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Alle Soziologen und SoziologInnen, aber auch Angehörige benachbarter sozialwissenschaftlicher Disziplinen sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Insbesondere gilt dies auch für Studierende.
Kontakt: frank.welz@uibk.ac.at Kongresshomepage: www.soziologie2011.eu
Dreiländerkongress 2011 après la lutte: Soziologie-Gipfel für Statistiker