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31.07.2011 08:07
Augustausgabe 2011 soziologie heute + Videoclip zum Inhalt
Werte Leserin, werter Leser!
In Zeiten zunehmender Spezialisierung scheint Allgemeinbildung an Bedeutung zu verlieren. Bringt Allgemeinbildung oder berufliche Bildung uns in der Gesellschaft und - was vielleicht noch wichtiger ist - unsere Gesellschaft vorwärts? soziologie heute hat dazu erfahrene Soziologen aus Österreich und Deutschland eingeladen, ihre Meinung kurz darzulegen.
Heute gibt es weltweit zahlreiche Einrichtungen, die sich dem Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt verschrieben haben. In Österreich organisiert sich gerade ein Safe Space-Schülercoaching. Bernhard Martin schildert in seinem Beitrag das beispielhafte Projekt des Evangelischen Gymnasiums in Wien.
In einer Langzeitstudie hat Peter Stiegnitz Unterschiede bei der selbst gestalteten Position der Juden in der Gesellschaft herausgearbeitet. Im Interview mit soziologie heute plaudert Stiegnitz über das Gefühl, Jude zu sein, über Assimilation und Vorurteile.
Wir scheuen uns, zuzugeben, dass wir für alles, was wir tun, wollen oder können, so viele Worte brauchen. Heißt Mensch sein nichts anderes, als die Sprache zu gebrauchen und von ihr gebraucht zu werden? Befinden wir uns also in einem ganz normalen Delirium unserer Wörter-Welt? Hermann Strasser und Max Bilitza gehen diesem Phänomen auf den Grund.
Den Führungsansprüchen und worauf es bei Führungskräften häufig (nicht) ankommt ist Monika Spethling-Reichhart in ihrem Beitrag auf der Spur.
Das 25-Jahre-Jubiläum der Tschernobylkatastrophe und das rezente Unglück in Fukushima heizen die Diskussion um die Kernkraft weltweit an. Wie jedes ethische Problem verlangt auch dieses eine nüchterne, rationale und möglichst umfassende Abwägung der Argumente. Umfassend kann die Auseinandersetzung zwischen Paul Ertl und Alfred Rammer auf zwei Seiten nicht sein, aber vielleicht inspirierend.
Das Sterben und die damit verbundene Trauer sind Themenbereiche, die in der Soziologie kaum existieren. In „Sociologists never die“ geht Nina Jakoby dieser Frage nach.
Postmodern(istisch)e Performance und ihren Event- und Showcharakter bedienen Großverpackungsspezialisten wie Christo und entsprechen dem scheinbar das Bewusstsein bestimmenden Schein. Richard Albrecht widmet seinen Beitrag dem Dadaismus und sieht in der Suche nach der Rekonstituierung von ganzheitlichem (Lebens-)Sinn die Kernkompetenz von Kunst.
Wäre jemals ein Nobelpreis für Soziologie verliehen worden, so wäre Robert K. Merton der erste Anwärter für diesen Preis gewesen. Zahlreiche wissenschaftliche Begriffe, die aus der heutigen Soziologie nicht mehr wegzudenken sind, gehen auf ihn zurück. Bernhard Hofer streift das Leben dieses breit gebildeten, charismatischen und motivierenden Wissenschaftlers.
Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen
Ihre soziologie heute - Redaktion
PS: Unter folgendem Link können Sie ein Videoclip zum Inhalt der aktuellen Ausgabe abrufen: http://www.youtube.com/watch?v=4fVWph-JToQ
Informieren Sie sich auch unter: http://www.soziologie-heute.at
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