soziologie heute - Dezemberheft 2011 erschienen

05.12.2011 09:12

soziologie heute - Dezemberheft 2011 erschienen

Werte Leserin, werter Leser,

Mit dem Dezemberheft 2011 dürfen wir Ihnen die 20. Ausgabe von soziologie heute vorlegen. Wie immer haben wir uns bemüht, Ihnen auch in dieser Zeitschrift ein möglichst breites Spektrum soziologischer Themen anzubieten.

Seit Jahren sinken die nationalen Budgets von Ländern im europäischen und angloamerikanischen Raum. Entwicklungszusammenarbeit scheint ihren Stellenwert zu verlieren, obwohl die Probleme sich zunehmend komplexer darstellen und globalisierte Strategien notwendig erscheinen. Welche Szenarien sind angesichts der europäischen Finanzkrise wahrscheinlich und welche Strategien sollten von Ländern des Südens und des Nordens ergriffen werden? Experten wie Andreas Obrecht, Peter Merten, Dieter Neubert, Hans-Dieter Evers und Dieter Goetze schildern ihre Sicht zu dieser Frage.

Im zweiten Beitrag ruft der Kulturtheoretiker und Soziologe Dirk Baecker beharrlich das Entstehen einer nächsten Gesellschaft aus: Durch computerisierte Kommunikation in neu formierten Netzwerken wandelt sich tradiertes Organisationsdenken. Hierarchien sieht Baecker als „Opium für das Volk“ und von heterarchischen Systemen abgelöst.

Die österreichische Kultur war schon immer vielschichtig und vielfärbig, doch einheitlich und nicht „multikulturell“. Peter Stiegnitz geht in seinem Beitrag auf die „Integration auf Österreichisch“ ein, macht einen kurzen Schwenk in die Geschichte, weist auf Integrationshemmungen hin und bezieht Stellung zu Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit.

Der langjährige Verwaltungssoziologe Uwe Marquardt nimmt SpitzenpolitikerInnen unter die Lupe und zeigt auf, dass SoziologInnen oftmals ganz anders sind als der Ruf, welcher ihnen voraus eilt: SoziologInnen analysieren und beschreiben nicht nur die Gesellschaft; viele wollen sie auch aktiv mitgestalten.

Wolfgang Caspart meint, Ideologien, Utopien oder Dogmen seien bestenfalls Arbeitshypothesen und erreichen niemals den Anspruch auf wirkliche Gültigkeit oder Wahrheit. Wo der Agnostizismus im Gesellschaftsleben die Religion ablehnt, treten einfach Ersatzreligionen an ihre notwendige Stelle - sei es der „Kult der Vernunft“ der Französischen Religion, die positivistische „Religion der Humanität“ oder Ideologien wie Nationalsozialismus und Kommunismus, welche ersatzreligiöse Funktionen erfüllen. Dagegen hilft nur, den Weg der Metaphysik unbeirrt bis zu Ende zu gehen.

In Anlehnung an den Beitrag von Wolfgang Sipos aus dem Heft 19/2011 geht Konrad Hofer der Frage nach: Welche Faktoren müssen zusammenspielen, damit auch Kinder aus bildungsfernen Familien es schaffen allen Widrigkeiten zum Trotz, eine höhere Schulbildung bzw. berufliche Ausbildung zu erreichen? Demnach geht es um die Frage der sozialen Durchlässigkeit des heimischen Bildungssystems.

Auch dieses Mal rufen wir wieder auf zur Teilnahme am „SCHREIBWETTBEWERB SOZIOLOGIE“. Die ersten Beiträge sind bereits eingelangt. Namhafte Verlage unterstützen diesen Wettbewerb. Machen Sie mit und verhelfen Sie der Soziologie zu einer starken Stimme in der Gesellschaft.


In der bevorstehenden Weihnachtszeit wünschen wir Ihnen viel Lesevergnügen.


Ihre soziologie heute - Redaktion

     
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