soziologie heute - Februarausgabe 2011 erschienen

29.01.2011 16:01

soziologie heute - Februarausgabe 2011 erschienen

Werte Leserin, werter Leser,
geschätzte ÖGS-Mitglieder,

In der 15. Ausgabe von soziologie heute finden Sie wie gewohnt zahlreiche aktuelle soziale Phänomene, gewürzt mit Analysen, Fragestellungen und Anregungen.

Jährlich in die Milliarden gehen die Kosten für beruflichen Stress und seine Folgen. Dass Burnout kein Einzelschicksal, sondern als soziales Phänomen lediglich die Spitze eines gesellschaftlichen Eisberges darstellt, zeigt die Schweizer Soziologin Christel Killmer in ihrem Beitrag auf.

Einem kultursoziologischen Thema hat sich Michael Roslon gewidmet: Cocktails als eigenständige Trinkkultur. Der Konsum alkoholischer Getränke ist sowohl Teil der heiligen als auch profanen Welt. Roslon beschreibt den Siegeszug des Cocktails rund um die Welt und geht der Frage nach, ob wir bei Cocktails von einer Trinkkultur sprechen können und - wenn ja - was diese ausmacht.

Immer mehr in den Mittelpunkt der politischen Debatte rückt das Ausmaß an Vertrauen, das die BürgerInnen der Politik entgegen bringen. Dieses Vertrauen trägt entscheidend zur Legitimation der repräsentativen Demokratie bei. Der Wiener Soziologe Bernhard Riederer untersucht das Staatsbürgerschaftsverst ändnis und die politische Partizipation und weist auf noch ungenutzte Potenziale hin.

Richard Albrecht, Soziologe und Bürgerrechtler, versucht in seinem Beitrag „Subjektmarxismus“ eine dichte Zusammenfassung seines Marx-Verständnisses zu geben. Er konzentriert sich dabei auf den Kern der historisch-materialistischen Methode auch in ihrer Handlungsbezogenheit, geht vom Marx‘schen „Kategorischen Imperativ“ aus und skizziert einen sozialwissenschaftlichen Ansatz, in dem „lebende Menschen in ihrer ganzen Subjektivität“ und nicht „tote Registraturnummern“ interessieren.

Knapp zwei Jahrzehnte nachdem die politische Korrektheit auch im deutschsprachigen Raum Gegenstand öffentlicher Debatten geworden ist, scheint das Anliegen der politisch Korrekten gescheitert. Roelf Bleeker-Dohmen und Hermann Strasser nehmen mit ihrem Beitrag Bezug auf die Pro- und Contra-Debatte in der Dezemberausgabe von soziologie heute.

Claudia Pass geht einer nicht enden wollenden Schuldiskussion in Österreich nach und stellt die Frage: Wie würden wohl die Ergebnisse einer PISA-Testung der erwachsenen ÖsterreicherInnen ausfallen?

Wenig beachtet war bisher die wohl weltweit erste Soziologin, Harriet Martineau. Auch wenn Lehrbücher eine androzentrische Theoriegeschichte der Soziologie entwerfen, zeigt Nina R. Jakoby auf, dass die Anfänge der Soziologie weiblich sind.

Und in „Neues aus der Forschung“ dürfen wir Ihr Interesse v. a. auf den Beitrag von Adam Khalaf lenken, der im Rahmen eines Forschungsprojekts der Frage nachging, inwieweit das Instrument der elektronischen Befragung arbeits- und kostensparend ist bzw. das Antwortverhalten im Vergleich zu schriftlichen Befragungen abweicht.

Selbstverständlich erwarten Sie auch wieder zahlreiche Informationen über aktuelle soziologische Studien, Beiträge aus der Markt- und Meinungsforschung oder Neues aus unserem "Philosophischen Eck".

Informieren Sie sich vorab auf unserer Homepage http://www.soziologie-heute.at oder schauen Sie sich unser Kurzvideo zur aktuellen Ausgabe von soziologie heute auf YouTube an. http://www.youtube.com/watch?v=_kGgAsNeyWE

Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen

Ihre soziologie heute - Redaktion

     
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