> ÖGS / Newsletter / ÖGS-Newsletter 21, 1/2005
Liebe Kollegen und Kolleginnen!
Mit besten Wünschen für ein gutes und erfolgreiches Jahr 2005 erhalten Sie hiermit den ersten ÖGS-Newsletter dieses Jahres. Er fällt – insbesondere inklusive der zahlreichen Begleitmaterialien, die wie üblich mit einem Click auf die unter diesem Brief angegebene URL erreichbar sind – sehr umfangreich aus.
Gründe dafür sind einerseits der Rückblick auf die Generalversammlung 2004 vom 3. Dezember (samt Protokoll und anderen Unterlagen), die Begleitveranstaltung zur GV mit Vortrag und ausfühlicher Paneldiskussion, an der acht Vertreter von neun an österreichschen Universitäten bestehenden Instituten bzw. Abteilungen für Soziologie, sowie eines der studentischen Mitglieder des Vorstands teilnahmen, und die im Zusammenhang mit der GV erstmals erfolgte Preisverleihung für beste Dissertationen. Andererseits besteht innerhalb der ÖGS ein wachsendes Interesse an Fragen der Aus- und Weiterbildung, bzw am Übergang von Graduierten in das Berufsleben. Dieses Thema wird maßgeblich im diesjährigen Kongress05 der ÖGS zum Ausdruck kommen. Darüber hinaus werden an die ÖGS zunehmend mehr Erwartungen gerichtet und auch Information zur weiteren Verbreitung übergeben.
Daher hier vorerst ein Überblick über den Inhalt des Newsletters:
o Vortrag und Paneldiskussion zum UG2002 und der Stellung der Soziologie in den reorganisierten Universitäten
o Hinweis auf die Vorstandssitzung und Diskussion über den Kongress05
o Preis der ÖGS für beste Dissertationen
o Einladungen und Calls for Papers/Proposals
Vortrag und Paneldiskussion zum UG2002 und der Stellung der Soziologie in den reorganisierten Universitäten
Zur Einleitung dieser Diskussion konnte Prof. Dr. Ada Pellert (IFF – Abt. Hochschulforschung), eine sehr bekannte und erfahrene expertin in Fragen der Universitätsentwicklung und –organisation gewonnen werden. Durch ihren sehr anregenden Vortrag unter dem Titel „Hochschulreform ongoing: zentrale Aspekte und Dimensionen“ wurde die nachfolgende Diskussion ausgezeichnet ein- und angeleitet (vgl. dazu unter den abrufbaren Dokumenten .
Die Reflexion der Situation und von Entwicklungschancen bzw.-beschränkungen erfolgte in einem von Christoph Reinprecht umsichtig moderierten großen Panel aus folgenden Repräsentanten fast aller soziologischen Institute an österreichschen Universitäten (bitte mir das Weglassen der Titel und einfache alphabetische Reihung nach Namen nach zu sehen):
Bacher Johann, Uni. Linz
Guggenberger Helmut, Univ. Klagenfurt
Haller Max, Univ. Graz
Kolland Franz, Univ. Wien
Preglau Max, Univ. Innsbruck
Pohn-Weidinger, Student, Vorstandsmitlied der ÖGS
Schülein Johann, WU Wien
Smudits Alfred, Musiksoziologie Wien
Stagl Justin, Univ. Salzburg
Die Diskussion war von großer Offenheit und hoher Bereitschaft, auf verschiedene Positionen einzugehen, gekennziechnet. Bestimmend waren Fragen der Studiengestaltung (Bologna-Prozess), der universitären Strukturen, aber auch der „Kultur“ innerhalb und gegenüber der soziologischen community, die Repräsentanz nichtuniversitärer Institute im „Invisible College“ der Soziologie, vor allem aber auch Fragen der Berufsfindung und der professionellen Weiterbildung. Die gesamte Diskussion kann hier nicht in der gebotenen Kürze referiert werden; es erscheint mir aber sehr sinnvoll, die Essenz(en) nochmals mit einigen Beteiligten zu diskutieren und festzuhalten.
Möglichkeiten dazu bieten sich in doppelter Form an:
Erstens dass einige der Diskutanten (es waren nur Männer, was zu fast 100% der beabsichtigten Struktur der Vertretung von Institutsvorständen geschuldet war) an der öffentlichen Vorstandssitzung am 21. Jänner teilnehmen (s. nächsten Punkt). Dafür haben einige bereits zugesagt bzw. ihr Interesse ausgedrückt. Selbstverständlich wäre es dabei auch wünschenswert, wenn von dem einen oder anderen Institut auch Frauen teilnehmen würden.
Zweitens kann auf Basis einee dokumentierten Form dieser Debatte auch das existierende Diskussionsform auf www.oegs.ac.at wieder online gehen. Es war schon ganz zu Beginn im Jahr 2002 vorhanden, wurde aber damals wegen zu geringer Beteiligung wieder offline gestellt.
Hinweis auf die Vorstandssitzung und Diskussion über den Kongress05
Die erste Vorstandssitzung für das Jahr 2005 war bereits vor der GV für 21. Jänner geplant. Die Auseinandersetzung mit Fragen der Aus- und Weiterbildung, sowie der anderen Punkte im Arbeitsprogramm des aktuell amtierenden Vorstands (s. GV-Protokoll, Anhang 4, Bericht des Präsidenten, OeGS_Protokoll_GV20004_Anhaenge.pdf) sollte mit der GV stimuliert, aber nicht abgeschlossen werden. Der Vorstand lädt daher die TeilnehmerInnen der Paneldiskussion bzw der GV dazu ein, am 21.1.2005, ab 12.30 zum TO-Punkt „Kongress05“ an der Vorstandssitzung teilzunehmen.
Ort, Zeit und Ablaufplanung
21. Jänner 2005, Vorstandssitzung und erweiterte Diskussion über Kongress 05
Ort: Zentrum für Soziale Innovation, 1150 Wien, Linke Wienzeile 246 (am besten erreichbar mit U4 Station Meidlinger Hptstr., oder U6, Längenfeldgasse, Ausgang Storchensteg); Stadtplanausschnitt auf www.zsi.at
Ablauf:
11.30 Beginn der Sitzung der Vorstandsmitglieder
Thema: Allgemeiner Arbeitsplan für 2005 (detailliertere Info dazu ergeht noch über die Vorstands-mailing-list)
12.30Treffen mit interessierten KollegInnen zum TO-Punkt Kongress05 im ZSI.
Nicht pünktlich eintreffende sollen gleich ein Haus weiter zum Hotel Renaissance, Linke Wienzeile 248, gehen. Wir bekommen dort einen sog. „Schnellen Teller“, kostet € 5,30 oder 6,50 inkl. einem Standardgetränk wie z.B. Eistee; andere Getränke kosten mehr und werden zum Teller addiert; es gibt jeweils eine Auswahl von zwei solchen Tellern (mit/ohne Fleisch).
Dieses Treffen dauert zum Essen, Stärken und Aufwärmen bis ca. 13h oder 13.15.
ACHTUNG: Bitte anmelden (mail an hochgerner@zsi.at) damit wir ausreichend Tisch(e) vorreservieren können und auch wissen, wieviel Kaffee etc. bei uns im Institut bereit gestellt werden soll!
ca. 13.15:
Rückkehr ins ZSI (Kaffee und Kekse etc. gibt es dort auf Einladung des Hauses)
Diskussion:
- Rekapitulation der Debatte bei der GV
- Arbeitstitel des Kongresses
- Schwerpunkte (Ausbildung, Graduiertenkonferenz, Qualitätsstandards etc.)
- Arbeitsteilung und Zeitplan
Eine Tischvorlage für diese Diskussion wird noch vorbereitet.
Abschluss ca. 15.30 bis max. 16.00
Preis der ÖGS für beste Dissertationen
Die Preisvergabe einschließlich Ablauf der Begutachtung und auch von (selbstverständlich anonymisierten) Auszügen der besten Gutachten für die Erstplatzierten ist im Protokoll und den zahlreichen Dokumenten/Attachments dazu ausführlich dokumentiert und einzusehen. Anzumerken ist, dass sich die Struktur von vorgegebenen zentralen Bewertungskategorien sehr bewährt hat – und dass die schriftlichen Gutachten immer dann am längsten ausfielen, wenn auch das Resumé zur infrage stehenden Arbeit besonders positiv war.
An dieser Stelle möchte ich nur ergänzen, dass das Echo in der Community bisher sehr positiv war; auch viele von denen, die den Preis nicht erhalten haben, haben die Initiative zu diesem Preis als probates Mittel zur Nachwuchsförderung zu schätzen gewusst. An Medienberichterstattung über die besten Dissertationen und Publikationsfragen wird noch gearbeitet. Im Interesse der künftigen Entwicklung von Lehre und Graduiertenförderung soll an dieser Preisvergabe festgehalten werden, wobei der zweijährige Rhythmus sich vermutlich auf längere Sicht bewähren wird.
Jedenfalls wird der Preis heuer für die Einreichperiode von 2004-2006 wieder ausgeschrieben. – Das Handling dieser Aktivität wird ab der heurigen GV dem dann neu gewählten Vorstand übertragen werden.
Einladungen und Calls for Papers und Proposals
Österreich und Südosteuropa
Die Österreichischen Verbindungsbüros für Wissenschaft u. Forschung Ljubljana/Slovenien und Sofia/Bulgarien (ASOs) schreiben einen 'Call for Proposals' für Projekte zur Forschungskooperation, Anbahnung und Netzwerkbildung zwischen Österreich, den ASO-Ländern Slovenien und Bulgarien und Südost-Europa (Albanien, Bosnien-Herzegovina, Kroatien, der ehemaligen jugoslawische Republik Mazedonien, Rumanien, Serbien und Montenegro) aus. Mit dieser Ausschreibung soll die Kooperation im wissenschaftlichen Forschungsbereich 'Governance - Civil Society' (einschließlich weiterer Themen wie 'Societies in Transition', 'Migration', 'Inequalities and Minorities', ...) gefördert werden, mit dem Ziel zu einer längerfristigen Zusammenarbeit beizutragen. Die Förderung wird vom bm:bwk im Rahmen der Initiative zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Südost-Europa bereitgestellt.
Die Ausschreibung ist vom 1. Dezember 2004 bis zum 31. März 2005 (Datum des Poststempels) geöffnet. Die Projektaktivitäten sollen nach Unterzeichung des Vertrages und vor Mai 2006 abgeschlossen werden. Die Gesamtsumme, die für diese Ausschreibung zur Verfügung steht, beträgt 122.000 Euro, es ist vorgesehen, circa 10 Projekte zu fördern. Die zulässige Förderung pro Projekt hängt von Projektinhalt, Dauer und Anzahl der beteiligten ForscherInnen ab.
Die geförderten Aktivitäten sollen ForscherInnen aus Österreich, Slovenien, Bulgarien und anderen südost-europäischen Ländern ermöglichen an gegenseitig befruchtenden Projekten zu arbeiten, wobei Netzwerkbildung, Anbahnung, Austausch von Forschungsergebnissen und Know-how im Vordergrund stehen. Die Aktivitäten sollen auf existierenden Forschungsergebnissen aufbauen. Mehr Informationen zu den Zielen dieser Ausschreibung finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen.
Zulässig sind Einreichungen von Universitäten, außer-universitären Forschungsinstitutionen und Fachhochschulen. Das Konsortium muss mindestens einen Partner aus Österreich, einen Partner aus einem der ASO-Länder (entweder Bulgarien oder Slovenien) und mindestens einen Partner aus Südost-Europa beinhalten.
Die vollständige Ausschreibung finden Sie als Attachment und mehr Information und das Formular zur Einreichung können über die Webseite der ASOs bezogen werden:
http://www.aso.zsi.at/ausschreibung/list
http://www.aso.zsi.at/ausschreibung/list?lang=en (in English)
Schweiz
SGS – Schweizerische Geselllschaft für Soziologie
Aus der Schweiz erhielt ich folgende Anfrage von Kollegen Eberle:
Im Jahr 2005 begeht die Schweizerische Gesellschaft für Soziologie das Jubiläum ihres 50-jährigen Bestehens. Aus diesem Anlass wird vom 5.-7. Oktober 05 an der Universität St. Gallen ein Jubiläumskongress zum Thema "Sonderfall Schweiz" stattfinden. Da die "Sonderfalls"-Thematik geöffnet wird, dürfte sie auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der ÖGS interessieren.
Darf ich Sie bitten, unseren Call for Papers per elektronischen Versand den Mitgliedern der ÖGS zukommen zu lassen? See attached file: X_CfP_SGS.pdf
Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen
Thomas Eberle
Präsident SGS
Soziologisches Seminar
Universität St. Gallen
Tigerbergstrasse 2
CH-9000 St. Gallen
Tel Büro: +41 (0)71 224 29 29 or
Tel Büro: +41 (0)71 224 28 17
Fax: +41 (0)71 224 29 28
Tel priv.: +41 (0)71 222 31 22
E-mail: thomas.eberle@unisg.ch
www.sfs.unisg.ch
Deutschland
Das MPIfG (Max Planck Institut für Gesellschaftswissenschaften, Köln) ersucht um Bekanntmachung folgender Information:
The Max Planck Institute for the Study of Societies in Cologne (MPIfG, www.mpifg.de) is pleased to announce a new Scholar-in-Residence program. Annually as of this year, the Institute will invite a leading scholar in political economy or economic sociology to spend six months in residence at the Institute.
We need your help in reaching scholars around the world. May we request that you put this announcement into your newsletter or publication? You will find the full text in the attached PDF: X_Scholar-in-Residence.pdf
Since the deadline for applications is March 18, 2005, we would
appreciate your publishing or posting the notice as soon as possible.
Thank you very much.
Wolfgang Streeck
Max-Planck-Institut fuer Gesellschaftsforschung
Max Planck Institute for the Study of Societies
Paulstrasse 3
50676 Koeln
Tel. 49-(0)221-2767 202
Fax 49-(0)221-2767 402
Mobile 49-(0)171-682 683 7
http://www.mpifg.de
Polen
The 7th Conference of the European Sociological Association
Torun, Poland, 9 - 12 September 2005
Call for Papers 'BEHIND THE SCENES' ASPECTS OF SOCIAL TRANSFORMATIONS: HIDDEN ACTORS AND FACTORS (one of the research streams of ESA 2005).
The post-communist countries’ systemic transformations, combined with globalization, provide a fertile ground for a rapid but often hidden change of the established rules of the game. These processes constitute a natural environment for diverse behind-the-scenes (BTS) activities by actors, who seek to promote their particular interests. Various interest groups engage routinely in illegal activities, contributing to the creation of a “gray zone” of democracy. Those intricate 'behind the scenes' activities in the context of a rapid system makeover are among the major causes of an acute crisis of democratic institutions in transitional societies.
The problems we would like address during our sessions include the following:
1. The influence of BTS activities on the privatization processes
2. BTS issues in the modern economy, including corporate crime, lawlessness of transnational corporations, price collusion and criminal cartels
3. Intelligence services as one of the key actors of political transformation in post-communist states
4. BTS issues in local and global politics
5. BTS undercurrents in globalization processes
6. The impact of BTS interest groups on technological change
7. The role of BTS activities in the area of research and development (R&D)
8. BTS aspects of dealing with risk
9. Theoretical foundations for a sociology of BTS phenomena
10. Methodology of BTS research
While it is possible to find some economic, legal and criminological studies related to the above listed issues, there is virtually no relevant research of a sociological nature. Even when sociologists are aware of these problems and talk about them in their everyday-life conversations, they seem to steer clear of this topic in their professional capacity. As a result, a crucial layer of social reality still awaits a systematic sociological exploration. It seams that some invisible barriers – psychological, methodological, ontological, etc – keep sociologists from investigating BTS phenomena. Our research stream might create an opportunity to question and surmount some of these barriers and start the work on viable theoretical approaches and methodological tools. The focus of this research stream will offer scholars an opportunity to meet and lay the groundwork for a new field of inquiry. Its importance will extend far beyond post communist or transitional societies. There will be a maximum of 8 paper sessions, each of 2 hours duration. About 3-4 papers will be presented in each session.
Proposals should be submitted before Feb. 15, 2005. Please email a 200-word abstract in English to Ms Joanna Szalacha joasza@tlen.pl or to Mr Piotr Stankiewicz piotrek@umk.pl . Make sure to include the paper’s title, the author(s)’s name and the desired title, institutional affiliation (both university and department), mailing address, email address, fax and phone number. Decisions concerning submitted abstracts will be communicated by March 31, 2005.
PLEASE NOTE that according to the ESA guidelines for this conference, abstracts should not exceed 200 words and individuals should not deliver more than one paper at the ESA conference. Moreover, abstracts should only be sent to the above address and not to the Local Organization Committee in Torun.
More information o the ESA conference: www.7thESAconference.umk.pl/index1.html
Research Stream co-ordinator:
Andrzej Zybertowicz, Director
Institute of Sociology, Nicolaus Copernicus University
Fosa Staromiejska 1a, 87-100 Torun, Poland
Tel. +48 56 611 3635; fax. +48 56 622 4765
Mit herzlichen Grüßen,
Josef Hochgerner