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22.07.2010 14:07
Ankündigung "soziologie heute-Augustausgabe 2010" und "Kurzvideo"
Werte Leserin, werter Leser,
wenn die meisten Menschen ihren wohlverdienten Sommerurlaub genießen, nützt die Redaktion von soziologie heute die Zeit, um das Informations- und Serviceangebot für seine LeserInnen zu hinterfragen und zu verbessern. In den nächsten Tagen werden wir - wie man es nun mal von SoziologInnen erwartet - eine ausgewählte Stichprobe unserer Leserschaft einladen, an einer kurzen Online-Befragung teilzunehmen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Themen, Inhalte und das Layout von soziologie heute Ihren Erwartungen und Wünschen möglichst anzupassen. Sollten Sie also in nächster Zeit eine Einladung zu dieser Online-Umfrage erhalten, so bitten wir Sie, sich einige Minuten für das Ausfüllen des Fragebogens Zeit zu nehmen und bedanken uns bereits jetzt für Ihre Mitwirkung.
Mit der vorliegenden Ausgabe haben wir unseren Schwerpunkt auf die Einsatzmöglichkeiten der Soziologie in Wirtschaftsorganisationen und auf die Qualitätssicherung gelegt und gehen grundsätzlichen Fragen zum Nutzen unserer Disziplin nach.
Guido Tolksdorf stellt die Frage: „Wenn selbst AbsolventInnen der Soziologiestudiengänge mitunter Schwierigkeiten haben anzugeben, wozu soziologisches Wissen nütze sein kann, um wieviel schwieriger muss es für NichtsoziologInnen sein, Nutzen in soziologischem Wissen zu erkennen?“ - und gibt in seinem Beitrag Anregungen zu einer Pragmatischen Soziologie.
Hans-Werner Franz verschärft die Diskussion und drückt sein Erstaunen darüber aus, dass sich seit Jahrzehnten eine originär sozialwissenschaftliche Disziplin entwickelt hat, die ausschließlich mit Methoden sozialwissenschaftlicher Empirie arbeitet, und die akademische Sozialwissenschaft kann nichts damit anfangen.
Einem in den letzten Jahren zum Dauerbrenner gewordenen Thema widmet sich Peter Stiegnitz: dem Dialog mit dem Islam. Welche Fehler wir bislang machten, welchen Aufholbedarf es mancherorts gibt und wie wir am besten mit den Problemen der Gegenwart fertig werden - darauf versucht Stiegnitz in seinem Beitrag näher einzugehen.
Der Salzburger Psychologe, Philosoph und Betriebswirt Wolfgang Caspart tritt als Mahner auf und weist - einmal mehr - auf das Ethos der Wissenschaft hin. Viele Dinge erscheinen an der Oberfläche anders als sie in Wirklichkeit sind und so manches in unserer „Wissensgesellschaft” erscheint dabei in einem merkwürdigen Licht.
Den soziologische Einsichten zu den Aussichten auf Urlaub - einem u.E. nach zeitgerechten Thema - geht Claudia Pass in kurzer, informativer Weise nach und weist auf die Veränderungen bei unseren Vorstellungen und Handlungsweisen hin.
Monja Schmitt geht in ihrem Beitrag auf die maßgeblichen Steuerungsfaktoren von Bildungserfolgen ein und zeigt auf, wie wichtig soziale Beziehungen letztendlich für positive Effekte zum Erreichen guter Noten sind.
Wer kennt sie nicht? Hannah Arendt. Richard Albrecht - wie immer kritisch und penibel recherchierend - startet in dieser Ausgabe seinen zweiteiligen Beitrag zur politischen Soziologie des Totalitarismus der deutsch-jüdischen Autorin.
Darüber hinaus dürfen wir Sie selbstverständlich mit zahlreichen weiteren aktuellen Studien- und Forschungsergebnissen überraschen.
Einen schönen Sommer mit viel Lesevergnügen wünscht
Ihre soziologie heute - Redaktion
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