Österreichische Gesellschaft für Soziologie
     

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CfP Filmosziologie

19.05.2010 20:05

Moebius Stephan <stephan.moebius@uni-graz.at>

CfP Filmsoziologie

Film zwischen Welt- und Regionalkultur
Aktuelle Perspektiven der Filmsoziologie
25.-27. März 2011

Tagung der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, des Instituts für Soziologie der Universität Graz, Filmfestival Diagonale Graz

Als Bilder Laufen lernten, veränderten sich Kommunikationstrukturen und Kultur in einem Ausmaß, vergleichbar mit der Erfindung von Schrift und Buchdruck. Die Welt wurde zu einem »globalen Dorf« (McLuhan 1962). Indem Bilder und Töne eingefangen und manipuliert werden können, erscheint das Exotische weniger fremd, das Vergangene gegenwärtiger, das Zukünftige möglicher und die Realität veränderbarer. Durch den Film in Kombination mit elektronischer Vernetzung werden Regionalkulturen globaler, glokaler und gleichzeitiger, weil Menschen überall das Gleiche gleichzeitig sehen und hören können. Der Film ist also eine »Quelle des Wissens über Gesellschaft« (Schroer), sowohl auf regionaler wie auch auf globaler Ebene.
Interessanterweise spielt die Filmsoziologie trotz der großen kulturellen Umwälzungen durch den Film mit wenigen Ausnahmen – wie etwa die Einführung in die Filmsoziolgoie von Rainer Winter aus dem Jahr 1992 oder jüngst der von Markus Schroer herausgegebene Band zu Gesellschaft im Film (2008) – ein Schattendasein in der modernen Soziologie. Dabei hatte sich die Soziologie schon früh mit dem Film beschäftigt, man denke etwa an Emilie Altenlohs Forschungen zum Kinopublikum, Herbert Blumers Studie »Movies and Conduct« (1933) oder insbesondere an Siegfried Kracauers Klassiker der Filmsoziologie (Von Caligari zu Hitler, 1947; Theorie des Films, 1960).
Wir wollen deshalb die geplante Tagung nutzen, um eine filmsoziologische Perspektive auf die Verküpfung zwischen Welt- und Regionalkultur zu richten. Auf unterschiedlichen thematischen, theoretischen, praktischen und empirischen Ebenen wollen wir diskutieren und neuere Forschungen vorstellen. Dabei sollen nicht nur fachimmanente Diskurse Gehör finden, sondern auch ExpertInnen aus anderen Fächern. Und auch Filmschaffende sollen zu Wort kommen. Deswegen wird die Tagung in enger Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Diagonale in Graz stattfinden.
Erwünscht sind vor allem abstracts, die sich auf folgende Themenfelder beziehen und diese auch jeweils anhand visueller Beispiele (aus Spielfilmen, Fernsehen, Internet etc.) verdeutlichen: Habitus/Charakter/Identität – Nation/Heimat– Film und kollektives Gedächtnis – Musikvideos – Theorie (Visual Cultural Studies/Filmsoziologie – Geschichte der Filmsoziologie – Geschichte des Films – Ethnographischer Film / (Post-)Kolonialismus – Struktur von Film- und Fernsehindustrie – Film und empirische Methoden.

Papers (maximal 1.600 Zeichen) sind bis zum 1. 7. 2009 erwünscht.

19.05.2010 20:05

Moebius Stephan <stephan.moebius@uni-graz.at>

CfP Filmosziologie

Film zwischen Welt- und Regionalkultur
Aktuelle Perspektiven der Filmsoziologie
25.-27. März 2011

Tagung der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, des Instituts für Soziologie der Universität Graz, Filmfestival Diagonale Graz

Als Bilder Laufen lernten, veränderten sich Kommunikationstrukturen und Kultur in einem Ausmaß, vergleichbar mit der Erfindung von Schrift und Buchdruck. Die Welt wurde zu einem »globalen Dorf« (McLuhan 1962). Indem Bilder und Töne eingefangen und manipuliert werden können, erscheint das Exotische weniger fremd, das Vergangene gegenwärtiger, das Zukünftige möglicher und die Realität veränderbarer. Durch den Film in Kombination mit elektronischer Vernetzung werden Regionalkulturen globaler, glokaler und gleichzeitiger, weil Menschen überall das Gleiche gleichzeitig sehen und hören können. Der Film ist also eine »Quelle des Wissens über Gesellschaft« (Schroer), sowohl auf regionaler wie auch auf globaler Ebene.
Interessanterweise spielt die Filmsoziologie trotz der großen kulturellen Umwälzungen durch den Film mit wenigen Ausnahmen – wie etwa die Einführung in die Filmsoziolgoie von Rainer Winter aus dem Jahr 1992 oder jüngst der von Markus Schroer herausgegebene Band zu Gesellschaft im Film (2008) – ein Schattendasein in der modernen Soziologie. Dabei hatte sich die Soziologie schon früh mit dem Film beschäftigt, man denke etwa an Emilie Altenlohs Forschungen zum Kinopublikum, Herbert Blumers Studie »Movies and Conduct« (1933) oder insbesondere an Siegfried Kracauers Klassiker der Filmsoziologie (Von Caligari zu Hitler, 1947; Theorie des Films, 1960).
Wir wollen deshalb die geplante Tagung nutzen, um eine filmsoziologische Perspektive auf die Verküpfung zwischen Welt- und Regionalkultur zu richten. Auf unterschiedlichen thematischen, theoretischen, praktischen und empirischen Ebenen wollen wir diskutieren und neuere Forschungen vorstellen. Dabei sollen nicht nur fachimmanente Diskurse Gehör finden, sondern auch ExpertInnen aus anderen Fächern. Und auch Filmschaffende sollen zu Wort kommen. Deswegen wird die Tagung in enger Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Diagonale in Graz stattfinden.
Erwünscht sind vor allem abstracts, die sich auf folgende Themenfelder beziehen und diese auch jeweils anhand visueller Beispiele (aus Spielfilmen, Fernsehen, Internet etc.) verdeutlichen: Habitus/Charakter/Identität – Nation/Heimat– Film und kollektives Gedächtnis – Musikvideos – Theorie (Visual Cultural Studies/Filmsoziologie – Geschichte der Filmsoziologie – Geschichte des Films – Ethnographischer Film / (Post-)Kolonialismus – Struktur von Film- und Fernsehindustrie – Film und empirische Methoden.
Papers (maximal 1.600 Zeichen) sind bis zum 1. 7. 2009 erwünscht.

     
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