Österreichische Gesellschaft für Soziologie
     

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Kulturtheorie und Kulturforschung

inhaltliche Schwerpunkte

Komplexität und Unübersichtlichkeit von Struktur und Kultur der Moderne sowie die Besonderheiten von Lebenswelten, Lebensführung und Sinnstiftungen „moderner" Menschen sind zentrale Themen der Soziologie. Versuche ihrer Erfassung und Erklärung waren treibende Kräfte zur Gründung und Entwicklung der Disziplin. Theoretisch wie empirisch am fruchtbarsten erwiesen sich Ansätze, welche unfruchtbare Dichotomien (vor allem zwischen Objektivismus und Subjektivismus, Kollektivismus und Individualismus) überwinden konnten, d. h. Elemente bzw. Verhältnisse der Moderne nicht nur als rein „soziale Tatsachen" im Sinne Emile Durkheims betrachteten, sondern auch als spezifisches Geflecht kultureller Formen: unlösbar verwurzelt in „vormodernen" Lebensformen und Mustern, und ohne Rekurs auf Habitus, Hintergrundwissen und Sinndeutung leibhaftiger Akteure in dieser vielschichtigen Kultur der Moderne kaum deut- und erklärbar. Solche Ansätze entstanden und entstehen eher im interdisziplinären Diskurs und aus dem Grenzgängertum einzelner (alter wie neuerer) Klassiker der Sozialwissenschaften, aus der Zusammenschau von Philosophie und Kulturwissenschaft(en), Ethnographie und Anthropologie, Psychoanalyse und Sozialkritik, Soziologie und Geschichte. Klassische Gründerväter gerade der Soziologie sind hier zu nennen, wie Georg Simmel oder Max Weber, aber auch spätere Sozialphilosophen und Kulturwissenschaftler, wie Arnold Gehlen oder Theodor W. Adorno, sowie interdisziplinär orientierte Sozialwissenschaftler, wie die beiden gelernten Philosophen Norbert Elias und Pierre Bourdieu. Kritische Diskussion und Forschung werden heute in vielen Disziplinen weitergeführt; so haben letztere breitgestreute Resonanzen in Philosophie, Wissenschaftsforschung, Literatur-, Geschichts- und Sportwissenschaft hervorgerufen.

Innerhalb der Soziologie diskutiert die allgemeine Kultursoziologie vergleichend solche übergreifenden Perspektiven, interdisziplinär Kulturtheorie mit konkreter Kulturforschung verknüpfend, in gemeinsamer Arbeit am „kulturtheoretischen Paradigma" (Hans-Peter Müller) - ohne dabei einer verengenden, politisch instrumentalisierbaren „Kulturalisierung des Sozialen" (Wolfgang Kaschuba) Vorschub zu leisten. Zugleich hat sich inzwischen Kulturtheorie auch als ein Grundmodell „praktischer Philosophie“ (Thomas Gil) etabliert.

In dieser Tradition verfolgt die Sektion Kulturtheorie und Kulturforschung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie den Ansatz, wichtige „Grenzgänger" zwischen Kultursoziologie und Nachbardisziplinen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Analyse der Moderne und ihrer Teilkulturen zu diskutieren - auf Symposien, Sektionsveranstaltungen und in Sammelbänden (vgl. unsere Reihen im Campus-Verlag und im Lit-Verlag Austria)

SEKTION KULTURTHEORIE & KULTURFORSCHUNG der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS)section for cultural theory and cultural studies of theaustrian sociological society

Sprecher: a. Univ. Prof Dr. Gerhard Fröhlichc/o Institut f. Philosophie und Wissenschaftstheoriec/o department for philosophy and philosophy of science Johannes Kepler Universität Linz,A-4040 Linz/D., Österreich/AustriaTel. +43-732-2468-7192, Fax -7195 (Fröhlich)

http://www.iwp.jku.at/lxe/sektktf/

gerhard.froehlich@jku.at

Programme

Fr. 25.01.2008, 16.00 Uhr s.t.
>> Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstr. 69, 4040 Linz,
>> Raum HT 177 F
>> UNIVERSELLE MENSCHENRECHTE vs. TRADITIONELLE GESELLSCHAFTSTRUKTUREN
>> mit Dr. Oskar Lehner, UN Human Rights Adviser in Kirgizstan
>>
>> Am 10. Dezember 2008 wird weltweit der 60. Jahrestag der
>> Universial Declaration of Human Rights (UDHR) gefeiert werden, die
>> den zentralen Baustein des internationalen Menschenrechts-
>> Instrumentariums darstellt.
>>
>> Konzipiert als Reaktion auf die Gräuel des Holocaust und des
>> Zweiten Weltkriegs stellte die Menschenrechts-Erklärung 1948 einen
>> beachtlichen zivilisatorischen Fortschritt dar. Inwieweit spiegelt
>> die UDHR wirklich universelle Werte wieder? Wie werden diese Werte
>> in traditionellen Gesellschaften umgesetzt? Welche Bedeutung haben
>> Menschenrechte für Menschen in sich entwickelnden Gesellschaften?
>> Wie reagieren traditionelle Machtstrukturen, wenn sie sich mit der
>> Forderung nach Verwirklichung von Menschenrechten konfrontiert sehen?
>>
>> An Hand von Fallbeispielen aus Zentral-Asien (z.B. Wahlen,
>> Korruption, Rechtsstaat, Gleichstellung der Frau) analysiert Dr.
>> Lehner das Spannungsverhältnis zwischen Menschenrechten,
>> autoritären Herrschaftsformen und traditionell verfassten
>> Gesellschaften.
>>
>> Dr. Oskar Lehner arbeitete 16 Jahre als Univ.Ass. bzw. Ass.Prof.
>> an der Johannes Kepler Universität Linz. Seit 1993 ist er für die
>> UNO, OSCE und EU in Afrika, Asien und am Balkan in den Bereichen
>> Wahlen, Menscherechte und Aufbau von staatlichen Strukturen in
>> Post-Konflikt Gesellschaften tätig. Derzeit arbeitet er als
>> Berater in Menschenrechtsfragen für das UN Country Team in
Kirgisistan.

VERANSTALTUNGEN 6 – 11 / 2007

Fr., 1. 6. 2007, 15.30 Uhr

Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstr. 69, 4040 LinzManagementZentrum, Raum MZ003A

PD Dr. Boike Rehbein, Universität Freiburg

PIERRE BOURDIEUS KONZEPT DER „GLOBALISIERUNG“

Nach zwei Jahrzehnten haben sich die abstrakten Globalisierungsdebatten vorerst erschöpft. Die abstrakten Debatten werden nun zunehmend mit klassischen Theorien und empirischen Forschungen verknüpft. Sektionsmitglied Boike Rehbein verfolgt diese Verknüpfungen im Ausgang von Pierre Bourdieus Interventionen gegen den Neoliberalismus, die seine eigene Theorie zugleich als ganze mobilisieren und in Frage stellen. Von diesem Befund aus fragt Rehbein, worin die Tendenzen der gegenwärtigen Globalisierung eigentlich genau bestehen und wie sie begrifflich zu fassen sind.

Fr., 1. 6. 2007, 17.15 Uhr

Johannes Kepler Universität Linz, Altenbergerstr. 69, 4040 LinzManagementZentrum MZ003A

SITZUNG der SEKTION KULTURTHEORIE & KULTURFORSCHUNG

TOP1: BerichteTOP2: Aufnahme neuer MitgliederTOP3: Wahl des / der SprecherInTOP4: Arbeitsprogramm 2007/2008TOP5: Präsentation neuer Publikationen von Sektionsmitgliedern

Auch Gäste sind willkommen, sind jedoch nicht stimmberechtigt. Wenn Sie in die die Sektion aufgenommen werden möchten, wenden Sie sich bitte an den Sektionssprecher:gerhard.froehlich@jku.at

CALL for Papers:Do., 27. 9. 1007, ab 9 UhrUniversität GrazSektionssitzung zum ThemaGEMISCHTE BEZIEHUNGEN. NORBERT ELIAS UND PIERRE BOURDIEUInteressentInnen mögen sich bitte an mich wenden: <gerhard.froehlich@jku.at>

Organisiert im Rahmen von: ÖGS Kongress 2007 „Nachbarschaftsbeziehungen“25. - 27. 9. 2007 in Graz / ÖsterreichLINKwww.oegs.ac.at/cms/veranstaltungen/oegs_kongress_2007_nachbarschaftsbeziehungen

SCHON JETZT TERMIN FREIHALTEN:

„SCIENCE AS CULTURE, / SCIENCE IN CULTURE 1:SCIENTIFIC MISCONDUCT, EVALUATION, MEDIA“Fr., 30. 11. – Sa., 1. 12. 2007 Johannes Kepler Universität Linz,InteressentInnen mögen sich bitte an mich wenden: gerhard.froehlich@jku.at

Der Sektionssprecher : gez. G. Fröhlich

Aktuelle Informationen über geplante Aktivitäten erhalten Sie über unseren eMailVerteiler. Senden Sie bitte ein eMail an: gerhard.froehlich@jku.at

CALL FOR PAPERS

1) neues referiertes kulturtheoretisches eJournal: FLUSSER STUDIES

Flusser Studies is an international e-journal for academic research dedicated to the thought of Vilém Flusser (1920-1991). In addition to publishing articles about Flusser's work, the journal seeks to promote scholarship on different aspects of specifically interdisciplinary and multilingual approaches Flusser himself developed in the course of his career as a writer and philosopher. These approaches range from Communication Theory to Translation Studies, Cultural Anthropology to the New Media.

Flusser wrote his texts in different languages, translating himself over and over again, moving from English, to Portuguese, German, French and back again. Similarly he worked by juxtaposing and contaminating different discourses: philosophy, anthropology, communication theory, art and design, zoology to mention only a few.

Among his most original contributions in this context are his philosophical fictions - above all Vampyroteuthis infernalis - scientific fables on the borderline of literature, science and philosophy.

Flusser Studies is published twice a year. Each edition will be dedicated to a specific area of research. Publication languages include English, German, French, Brazilian and Czech. Some editions will be dedicated to a specific area of research. Contributions must be submitted to All papers are thoroughly double-blind peer-reviewed for originality, soundness, significance and relevance. Authors will be notified of the status of their papers within two months of submission.

Editorial Board

Editor-in-Chief

Rainer Guldin (Università della Svizzera Italiana, Switzerland)

Co-Editors

Anke Finger (University of Connecticut, USA)

Gerhard Fröhlich (University of Linz, Austria)

Gustavo Bernardo Krause (Universidade do Rio de Janeiro, Brazil)

Mark Poster (University of California, Irvine, USA)

Jirí Bystricky (Carl's University Prague, Czech Republic)

2) Sektionssitzung auf dem SoziologInenntag 2005, Wien

Aufgrund der rückmeldungen unserer mitglieder habe ich der kongressleitung für unsere sektions-sessions am

FREITAG, den 23. 9. 2005 in WIEN (ab 9 uhr bzw. 14 uhr pktl.) das thema

PIERRE BOURDIEUS KONZEPTE: KRITIK & REFORM

vorgeschlagen. vier referentInnen haben sich bereits gefunden; ich bitte um weitere vortrags-(arbeits-)titel; wobei ich bei der kongressleitung bereits deponiert habe, dass wir uns nicht an die üblichen hektischen schemata (a la 20min vorträge - 10 min diskussion) halten möchten, sondern uns auch viel zeit für intensive diskussionen gönnen möchten.

3) CALL: „OPEN ACCESS"

für das wintersemester planen wir in linz ein symposion zum thema „OPEN ACCESS", wobei wir sowohl engagierte personen aus der praxis (ejournal-herausgeber, printserver-betreiben) als auch theoretisch-empirisch forschende ansprechen möchten.

Kontakt: gerhard.froehlich@jku.at

Mfg G. Fröhlich, Sektionssprecher

FRÜHERE VERANSTALTUNGEN:

(Publikation in Vorbereitung)

Fr., 15. / Sa., 16. 4. 2005

SYMPOSION

"COPY, SHAKE, PASTE -

PLAGIATE & UNETHISCHE AUTORENSCHAFTEN IN WISSENSCHAFT & LITERATUR"

Scheinbar unaufhaltsam wächst weltweit die Zahl aufgedeckter Plagiate. Ihre Dunkelziffer dürfte ein Vielfaches davon betragen.

Auch der Autorenbegriff ist - aufgrund grassierender unethischer Autorenschaften (Ehrenautorenschaften, Ghost Writings) in der Krise: So setzen etliche medizinische Journale mittlerweile lieber auf den Begriff der "Kontribuentenschaft", Großprojekte der Hochenergiephysiker zur Gänze auf statutarisch geregelte kollektive Autorenschaften.

Welche institutionellen Leitbilder & organisatorischen Kontexte fördern die Bereitschaft zum Plagiieren bzw. unethische Praktiken bei AutorInnenschaften? Welche Möglichkeiten bieten Wissenschaftsforschung und Informationswissenschaft, Plagiatsüberprüfungssoftware und Datenbankfunktionen (z. B. "related documents") bei der Plagiatsbekämpfung? Welche Antworten bieten wissenschaftliche bzw. kulturelle Institutionen auf diese Herausforderungen? Wieso klagen Betroffene über Verzögerungstaktiken?

Zu früheren Aktivitäten zum Thema Betrug und Fälschung in den

Wissenschaften siehe

V: Sektion Kulturtheorie und KulturforschungÖGS coop Institut für Philosophie & Wissenschaftstheorie / JKU Linz, Kulturinstitut ad JKU, AG Kulturphilosophie & Wissenschaftsforschung / HI; mit Unterstützung von ÖDGDI & VWGÖ

Fr., 15. 4. 2005, ab 15 Uhr pktl.

WORKSHOP I: PLAGIATE & UNETHISCHE AUTORENSCHAFTEN IN DEN WISSENSCHAFTEN

Vizerektor o. Univ. Prof. DDr. HERBERT KALB, JKU:

ERÖFFNUNG

GERHARD FRÖHLICH (Linz):

„PLAGIATE & UNETHISCHE AUTORENSCHAFTEN IN DER ÄRA DER ‚ENTREPRENEURIAL UNIVERSITY’"

Von Geister- und Ehrenautorenschaften („Ghost Writing“, „Honorary Authorships), Ausbeutung von Co-AutorInnen & anderen lässlichen Sünden des wissenschaftlichen Alltags

DEBORA WEBER-WULFF (Berlin):

„STRATEGIEN DER PLAGIATSBEKÄMFPUNG“

Plagiatsüberprüfungssoftware auf dem Prüfstand

HOLGER WORMER (München / Dortmund):

“MITGESCHRIEBEN, MITGEFANGEN? -

DER UMGANG MIT “PHANTOM-AUTOREN" UND ANDEREN PHÄNOMENEN WISSENSCHAFTLICHEN FEHLVERHALTENS IN DEUTSCHLAND"

SEPP MITTERER (Klagenfurt):

„FÄLSCHEN IST (K)EINE KUNST. PLAGIATE IN DEN KULTURWISSENSCHAFTEN (II)“

... und Verschleppungsstrategien involvierter wissenschaftlicher Institutionen

Sa., 16. 4. 2005, ab 10 Uhr pktl.

FTSG. WORKSHOP I: PLAGIATE & UNETHISCHE AUTORENSCHAFTEN IN DEN WISSENSCHAFTEN

STEFAN WEBER (Salzburg):

"KONTEXT-FAKTOREN DES AKTUELLEN PLAGIARISMUS-PROBLEMS".

Defizite bei den lehrenden, Motivationsverluste bei den Studierenden / wie ändert das Internet die Textproduktion?

SABINE PROKOP (Wien):

„DER KAMPF DER WERKVERTRAGSNEHMERINNEN UM AUTORINNENSCHAFT“

& erfolgreiche Gegenmodelle von Autorinnenschaft

RAINER GULDIN (Lugano):

„ÜBERSETZUNG & PLAGIAT“

anschl.

WORKSHOP II: PLAGIATE & PLAGIATSÄHNLICHE PRAKTIKEN IN LITERATUR & KULTUR

THOMAS DUSCHLBAUER (Hagenberg / London):

„SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN" - "MANCHMAL"

Anhand eines konkret erlebten Fallbeispieles (Gedichtes) geht es nicht so sehr um die Frage, ob Plagiat oder nicht Plagiat, sondern um die Reaktionen der KollegInnenenschaft und den Begleitumständen dieses Konfliktes. Insofern steht nicht eine Opfer-TäterInnen-Diskussion, sondern allgemein die Frage nach den Ursachen von Urheberrechtsverletzungen im Vordergrund. Die Palette reicht von verzeihlicher Nachlässigkeit bis hin zum vorsätzlichen Ideendiebstahl und tangiert daher auch Aspekte einer fehlenden Fehlerkultur.

PETER KLIMITSCH (Steyr):

„DAS ORIGINAL IST DAS ORIGINAL IST ...

Zum Begriff des literarischen Werks im DTP-Zeitalter oder: , , als omnipräsente Verführer“

MARIETTA BÖNING (Wien):

„ZWISCHEN FREIHEIT DER KUNST UND URHEBERRECHTSVERLETZUNG – DAS PLAGIAT ALS LITERARISCHES STILMITTEL ZUR VERFÄLSCHUNG DES SEMANTISCHEN KONTEXTS DES PLAGIIERTEN WERKS“

WOLFGANG PREISINGER (Linz):

„KRITIK DER ‚AUSSCHREIBERITIS’ ODER: AUCH KULTURPROJEKTE SIND VOR PLAGIAT NICHT GEFEIT“

HELMUT STADLMANN (Wien):

„MUSIK- & VIDEO-‚PLAGIATE’“

ORT: Johannes Kepler Uni LINZ, Altenberger Str. 69, A- 4040 Linz: UniCenter, Repräsentationsraum G (= Mensagebäude, Aussenlift, 2. Stock) Kongress-Handy (Tagungsbüro): 0676 / 4 85 85 86

Wiss. Leitung, Kontakt:

a. Univ. Prof. Dr. Gerhard Fröhlich, Sektion Kulturtheorie & Kulturforschung, c/o Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie Johannes Kepler Universität Linz

Freistädter Str. 313 / II, A-4040 Linz

0043732 od. 0732 2468-7192fon -7195fax

Mi., 19. 1. 2005, 18 Uhr pktl., Buchpräsentation

Thomas Duschlbauer, Hagenberg/London,

Peter Klimitsch, Linz:

"leid.geprüft. Beiträge zur gegenwärtigen Verzichtskultur"

RAUM: KeplerUni LINZ, Altenberger Str. 69, A-4040, Keplergebäude, Raum 177 F (hinterer Trakt, Stiege F)

Den äußeren Anlass für den zweisprachigen Aufsatz-Band "leid.geprüft" bietet das sogenannte "Florian-Jahr" in Oberösterreich. Vor 1.700 Jahren starb Florian den Märtyrertod.

Ausgehend vom Bild des Märtyrers als einen an seiner Überzeugung (bis zum Tod) Leidenden stellten sich die Herausgeber, Thomas Werner Duschlbauer und Peter Klimitsch, die Frage, welche Bilder von Verlust, Verzicht, Schmerz, Leid am Beginn des 21. Jahrhunderts existieren und wie sie interpretiert werden können.

Der "call for papers" erbrachte eine internationale und interdisziplinäre Sammlung von Essays, u. a. aus Cultural Studies, Medientheorie, Politikwissenschaft, Literaturtheorie und Kunstgeschichte.

In unserer gegenwärtigen westlichen Gesellschaft des Wohlstands und des Überflusses scheint Verzicht nämlich nur auf den ersten Blick ein Fremdwort zu sein. Sieht man genauer hin, so wird einem schnell bewusst, dass Menschen aller gesellschaftlichen Schichten mit unterschiedlichsten Formen des Verzichts konfrontiert sind - sei es nun freiwillig oder auch fremdbestimmt.

Thomas Werner Duschlbauer / Peter Klimitsch (Hrsg.) leid.geprüft - Beiträge zur

gegenwärtigen Verzichtskultur - Contributions to our contemporary culture of

renunciation. Edition Gruppe für angewandte Texte, 2004 ISBN 3-901815-25-2 14,5

x 21cm, brosch., 151 S. EUR 16,90 Erhältlich über den Buchhandel und direkt beim Verlag: gfat.office@netway.at - Versandspesen trägt der Verlag!

Fr., 5. 11. 2004, ab 16 Uhr,

Johannes Kepler Universität Linz, Altenberger Str. 69, A.4040 Linz, UniCenter, RepRaum G (2. Stock, Aussenlift)

Symposion "DAS VERBINDENDE DER KULTUREN"

Reflexionen zum gleichnamigen Weltkongress (Wien 2003), an dem zahlreiche Sektionsmitglieder Sektionen geleitet oder sich mit Vorträgen beteiligt haben; mit Buch- und CD-ROM-Präsentation, Video, Vorträgen und Diskussionen, u.a.

16.00 Vortrag Prof. Alfredo Culleton (Brasilien) zu "MAIMONIDES - AN INTERCULTURAL THINKER"

Detailprogramm:

www.iwp.jku.at/iwp/ki/04/041105_Symposion.html#start

SEKTIONSSITZUNG AM 5. 11. 2005

Am Fr., 5. 11. 2004, 18.30 Uhr, fand an der KeplerUni Linz, UniCenter, RepRaum F die formelle Sektionssitzung für das Kalenderjahr 2005 statt. Sektionsmitglieder können das Sitzungsprotokoll vom wiedergewählten Sektionssprecher, a. Univ. Prof. Dr.

anfordern

Aktivitäten

DATENBANKEN zu den Gesamtwerken von Pierre Bourdieu, Clifford Geertz, Norbert Elias

NEUE KURZ-URLs:

HyperBourdieuHTM:

http://HyperBourdieu.jku.at

(c) Ingo Mörth, Gerhard Fröhlich

HyperGeertzWorldCatalogueHTM:

http://HyperGeertz.jku.at

(c) Ingo Mörth, Gerhard Fröhlich

HyperEliasWorldCatalogueHTM:

http://HyperElias.jku.at

(c) Ingo Mörth, Gerhard Fröhlich

RELAUNCH SEKUNDÄRLITERATUR! Sollten Sie eine eigene Publikation jedoch nicht finden, ersuchen wir um Mitteilung:

BUCHREIHE im Campus Verlag. Z.z. lieferbar:

Gerhard Fröhlich, Ingo Mörth (Hg., 1998), Symbolische Anthropologie der Moderne? Kulturanalysen nach Clifford Geertz. Ffm./N.Y.: Campus Verlag, ISBN 3-593-35890-5

CALL FOR INTEREST:

InteressentInnen an folgenden Themen ersuchen wir um Kontaktnahme beim Sektionssprecher:

- Konvergenzen zwischen Wissenschaft und Kunst

- Science as Culture

- Science in Culture

- Kultur- und Medientheorie nach Vilém Flusser

- Semiotik: Ö/CZ

Sektion im Internet

http://www.iwp.uni-linz.ac.at/lxe/sektktf/

SprecherIn

a. Univ. Prof. Dr. Gerhard Fröhlich

Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Universität Linz

Freistädterstr. 313 / II

A 4040 Linz-Auhof

Tel: 0732/2468/7192

Fax: 0732/2468/7195

E-mail: Gerhard.Froehlich@jku.at

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