Österreichische Gesellschaft für Soziologie
     

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ÖGS-Information 2/2001

EDITORIAL

Hans Joas hat ein neues Lehrbuch der Soziologie herausgebracht. Im Ankündigungsfolder (diesem Heft beigelegt) wird auf das gestörte Verhältnis von Soziologie und Öffentlichkeit Bezug genommen. Die Störung wird in der unverständlichen Sprache des Faches und in den inneren Auseinandersetzungen der community geortet. Diesen Defiziten soll dieses Buch begegnen. Ein weiterer Versuch, oftmals schon wurde dazu angesetzt, die Tücken unseres Faches zu bereinigen. Warum ein solches Ansinnen in der Soziologie nicht so ohne weiteres einlösbar ist, liegt wohl am heißesten Forschungsgegenstand der Soziologie, der in der Wissenschaft existiert. Das Soziale und mithin wir selbst machen uns zum Objekt der Betrachtung und setzen damit einen jahrhundertelangen Disput fort. Weitere Auseinandersetzungen und Mißverständnisse sind garantierbar. Was mögen die Gründe dafür sein? Eine Einladung zum Nachdenken. Ich beginne mit den folgenden Punkten:

1. Soziologie ist "die denkende Durchdringung der Sozialmaterie" (Max Weber). Wer solches festgestellt hat, ist an der Ochsentour der Durchdringung nahezu zerbrochen. Hat aufgehört zu lehren und laborierte bis zu seinem frühen Tode an den Blessuren dieser Anstrengung.

2. Soziologie hat sich das persönliche Dasein und das der anderen zum Gegenstand vorgenommen. Aussagen über ein so sensibles Terrain sind niemals widerspruchsfrei.

3. In der Soziologie werden zur Selbstverständlichkeit gewordene Alltäglichkeiten zerpflückt. Eingespielte Gewohnheiten verlieren das Spielerische. Dieser spielverderberische Zug wird dem Fach klarerweise übel genommen.

4. Auf der Suche nach Erkenntnishilfen und Stützen aus anderen Wissenschaftsbereichen erlaubt sich die Soziologie, methodische und begriffliche Anleihen zu machen. Solcherlei Übergriffe sind nicht zollfrei. Sie werden an den Grenzstationen traditionsgeladenen Bewußtseins gehortet und erst dann freigegeben, wenn die Anschlußfähigkeit gewährleistet ist. Ist dies nicht der Fall, tritt Verwirrung auf. Luhmann hat beispielsweise eine ganze Ladung von neuen Begriffen über die Grenzen vorhandener Erkenntnisse geschmuggelt. Ob seine Denkweise und seine Begriffswelt zu mehr Klarheit beigetragen haben, wage ich zu bezweifeln.

5. Noch ein Beispiel: Goffmanns mikrosoziologische Arbeiten anden in der scientific community lange Zeit keine Anerkennung. Sie lagen quer zum mainstream quanitfizierender Methoden und ebenso quer zu den Standards der Verhaltensforschung.

Ist Soziologie eine avantgardistische Wissenschaft? Ist sie ihrer Zeit so voraus, wie sie imstande ist, Aggressionen auf sich zu laden?

Fazit: Solange die Soziologie in Sprache und Denkweise den Klassikern verbunden bleibt, ist sie ungemütlich und streitbar.
Solange unsere Branche es schafft, sich nicht dem mainstream anzudienen, ist sie das, wozu sie angetreten ist: Ein Mikroskop zur genaueren Analyse, ein Instrument zur Verbesserung der Verhältnisse.

Geschätzte Leserinnen und Leser! In diesem Heft finden Sie den Nachruf an die verstorbene Frau Marie Jahoda von Rainer Müller/Graz. Im Namen des Vorstandes gedenke ich dieser beeindruckenden Persönlichkeit mit großer Ehrerbietung.

Der Sommer naht und damit das Ende des Semesters. Sie finden in diesem Heft Ankündigungen und Informationen, die zum Großteil bereits auf der Homepage der ÖGS angekündigt wurden. Es empfiehlt sich daher, beizeiten darauf einen Blick zu werfen. Diese Homepage wird im Sekretariat von Frau Schütz laufend betreut. Eure Zusendungen per mail bitte sowohl an Frau Schütz als auch an mich adressieren.

Zur lehrveranstaltungsfreien Zeit wünsche ich allen erholsame Tage.

Josef Gunz
Linz, im Juni 2001

MARIE JAHODA VERSTORBEN

Marie Jahoda verstarb im 95. Lebensjahr in Sussex. Mit Jahoda verstarb eine der letzten aus der Generation der aus Österreich vertriebenen Wissenschaftler.

Aufgewachsen in Wien, wurde sie während ihrer Gymnasialzeit Mitglied der "Vereinigung Sozialistischer Mittelschüler" und fungierte zeitweise als Vorsitzende des "Bunds Sozialistischer Mittelschüler Österreichs".

1926 bis 1933 studierte sie Psychologie an der Universität Wien, wo sie 1933 zum Dr. phil. (Psychologie) promoviert wurde. Daneben besuchte sie 1926 bis 1928 die Pädagogische Akademie Wien, wo sie 1928 ihr Diplom erhielt. 1933 bis 1936 leitete sie die Wiener Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle.

Nach den Februarkämpfen 1934 wurde sie Mitglied der "Revolutionären Sozialisten Österreichs", Mitglied des Schulungsausschusses und Mitarbeiterin des Zentralkomitees. Sie vertrat die Theorien der Gruppe "Neu Beginnen" um Walter Loewenheim und war eine enge Mitarbeiterin von Joseph Buttinger. Nachdem sie die Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle als Deckadresse für illegale Post benutzen ließ, wurde sie Ende 1936 verhaftet, die Forschungsstelle gesperrt. Im Juli 1937 drei Monaten schweren Kerkers verurteilt, wurde sie nach zahlreichen Interventionen aus Frankreich und Großbritannien aus der Haft entlassen, allerdings mit der Auflage, Österreich zu verlassen.

1937 lebte 1945 lebte sie in London im Exil. 1938 bis 1939 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Institute of Sociology, 1939 bis 1940 Pinsant Darwin Fellow an der University Cambridge. 1940 bis 1945 arbeitete sie als Soziologin im Ministry of Information, wo sie sozialpsychologische Untersuchungen in den Notgebieten von Wales und während des Krieges Untersuchungen über die geistige Haltung der Zivilbevölkerung leitete. Daneben engagierte sie sich weiterhin politisch und war 1941 bis 1944 Mitglied des "Londoner Bureaus der österreichischen Sozialisten in Großbritannien", wo sie die Linie von Karl Czernetz unterstützte. Sommer bis Herbst 1941 war sie neben Walter Wodak und Stefan Wirlander für den Sender "Radio Rotes Wien" in London verantwortlich. Daneben arbeitete sie am National Institute of Social and Economic Research mit.

1945 bis 1958 lebte sie in die USA, wo sie 1945 bis 1948 Mitarbeiterin an der wissenschaftlichen Abteilung des "American Jewish Committee" und 1948 bis 1949 Mitarbeiterin des Bureau for Applied Social Research der Columbia University war. 1949 bis 1958 war sie Associate Professor, dann Professor of Social Psychology an der New York University.

1958 kehrte sie nach Großbritannien zurück, wo sie bis zu ihrem Tod lebte und 1959 die britische Staatsbürgerschaft annahm. 1958 bis 1965 war sie Professor of Psychology an der Brunel University, 1965 bis 1973 Professor of Sociology an der University of Sussex; 1973 emeritiert sie. Sie lebte danach in Keymer, wo sie 1996 einen ersten Schlaganfall erlitt und seither stark sehbehindert war.

Dieser Beitrag stammt von Reinhard Müller
Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich, Graz

Die Lebensdaten von Frau Jahoda und den gesamten Beitrag finden Sie unter:
http://www.kfunigraz.ac.at/sozwww/agsoe/aktuell/index.htm

VERANSTALTUNGSVORANKÜNDIGUNGEN / CALL FOR PAPERS

WORKSHOP DROGENFORSCHUNG AM 27. 6. 2001
Programm

Veranstalter:
Österreichische Gesellschaft für Soziologie

Ort:
Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen, Stubenring 6, 1010 Wien

Zeit:
10.00 – 14.00 (mit Pause, wenn es paßt)

Thema:
Drogen in Österreich: Konsum – Probleme – Kontrollen – Politik

Organisation:
Irmgard Eisenbach-Stangl, Tel.: 01/ 880 10/ 113, Fax: 880 10/ 77,
e-mail: irmgard. eisenbach-stangl@api.or.at

Die Themen:
Wir haben beim letzten Workshop am 28. 3. das Programm folgendermaßen festgelegt:

Etwa 10 – 11.30:
Drogenfreie Zonen in österreichischen Gefängnissen: Bericht über ein geplantes Projekt Impulsreferat von Harald Spirig

Etwa 12 – 13.30:
Das oberösterreichische RAPID SITUATION ASSESSMENT Projekt Impulsreferat: Richard Paulik

Wenn noch Zeit bleibt:
Eine kurze Diskussion über das Selbstverständnis der Gruppe.
Anlaß dafür ist eine Anfrage des Instituts für Prävention in Wien, dessen Mitglieder gerne zu den Workshops kommen möchten, allerdings ohne vorerst genau darüber informiert zu sein, was wir treiben.

14.00 -
gemeinsames Mittagessen im MAX, für alle die Zeit und Lust haben. Ein Tisch wird reserviert.
Anmeldung:
Diesmal nicht nötig. Das Workshop findet auf jeden Fall statt, da es verbindliche Zusagen für Impulsreferate und großes Interesse an den angekündigten Themen gab. Ich bitte nur jene, die die Impulsreferate übernommen haben, sich kurz bei mir zu melden. Ich melde mich nur nochmals vor dem Workshop, falls sich gravierende Änderungen ergeben sollten.
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EAERE ANNUAL CONFERENCE - JAHRESTAGUNG DER EUROPEAN ASSOCIATION OF ENVIRONMENTAL AND RESOURCE ECONOMISTS
28. - 30. Juni 2001, Southampton, GB
Einreichschluß für Abstracts: abgelaufen
Themenliste: http://www.soton.ac.uk/~eaere/conf2001/conf2001.html
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IGBP/WCRP/IHDP Joint Conference: GLOBAL CHANGE OPEN SCIENCE CONFERENCE: CHALLENGES OF A CHANGING EARTH
10. - 14. Juli 2001, Amsterdam, NL
Einreichschluß für Abstracts: 31. März 2001
weitere Informationen: http://www.sciconf.igbp.kva.se/
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DETECTING ENVIRONMENTAL CHANGE
16. - 20. Juli 2001, London, GB
weitere Informationen: http://www.nmw.ac.uk/change2001/
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INTEGRATED DISASTER RISK MANAGEMENT REDUCING SOCIO-ECONOMIC VULNERABILITY
1.- 4. August 2001, IIASA Laxenburg
Einreichschluß für Abstracts: 15. April 2001
nähere Informationen unter:
http://www.iiasa.ac.at/Research/RMP/dpri2001/
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5th ENVIRONMENT CONFERENCE OF THE REGIONS OF EUROPE
27.- 28. September 2001, Villach
weitere Informationen von: wolfgang.hafner@ktn.gv.at
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Tagungsankündigung

Chronisch kranke Menschen zwischen Gesundheitsversorgung und Alltagsbewältigung

Gemeinsame Tagung der Sektionen für Medizin- und Gesundheitssoziologie der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, Universität Wien, Neues Institutsgebäude, 27.-28. September 2001

Erläuterungen zum Tagungsthema
Die oft festgestellte Veränderung des Krankheitsspektrums hin zu chronischen Erkrankungen hat einen neuen Typus von Kranken verbreitet: Kranke, die periodisch in Kontakt zu professionellen Behandlungseinrichtungen stehen und mit deren Logik konfrontiert sind. Diese Menschen müssen aber trotz bzw. mit ihrer Krankheit Alltag leben und gestalten und dort ihre Gesundheit reproduzieren. Das bedeutet in der Regel, daß sie ihren Alltag mit den spezifischen Erfordernissen ihres Zustands in Einklang bringen müssen bzw. umgekehrt auch, daß zwischen der Logik der Alltagsbewältigung und den Vorgaben und Empfehlungen von medizinischen und psychosozialen Experten Widersprüche auftreten können.

Die zunehmende Bedeutung von chronischer Krankheit hat folgerichtig ein neues Verhältnis der davon betroffenen Menschen zu den Fachleuten, zu deren Wissen und Techniken eingeleitet. Zum einen haben sich eine Reihe von Berufen und quasi-beruflichen Helfern und Beratern verbreitet, die sich auf rehabilitative Alltagsbewältigung spezialisieren: So seit langem und mit neuen beraterischen Akzenten die Pflegeberufe, aber auch quasi-berufliche Organisatoren von Selbsthilfegruppen. Zum anderen ist das Bewältigungshandeln bei chronischen Erkrankungen notwendigerweise aktiver als bei Akuterkrankungen: Die Betroffenen sind selber ExpertInnen ihrer Krankheit, sie haben in der Regel vielfältige Behandlungserfahrungen, die professionell Helfenden sind stark auf ihre Kooperation angewiesen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Diese Situation stellt die traditionellen ÄrztInnen- / PatientInnenrollen in Frage und damit verbunden auch die traditionellen Kommunikationsformen und Verhaltenserwartungen.

Für die chronisch kranken Menschen bedeutet das u.a., daß ihre Situation durch die klassische asymmetrische Konzeption der „Patientenrolle“ nicht angemessen erfaßt werden kann, sondern einer Konzeptualisierung bedarf, die wesentlich stärker auf Selbstbestimmung und eigene Gestaltung des Krankheitsverhaltens abstellt, über das medizinische Setting hinausgeht und auf die Alltagsgestaltung und Bewältigungskompetenzen chronisch kranker Menschen fokussiert. Es stellt sich somit die Frage, welches begrifflich-konzeptuelle Instrumentarium die Medizin- und Gesundheitssoziologie anzubieten hat, um die spezifische Situation von chronisch Kranken zu thematisieren und welche empirischen Zugänge und Methoden zu deren Analyse entwickelt worden sind.

Vorläufiges Tagungsprogramm
Der erste Halbtag (Do 27.9., nachmittag) soll vor allem den gegenwärtigen theoretischen Stand der Soziologie chronischer Krankheit beleuchten. Prof. Michael Bury (London) wird einen diesbezüglichen Hauptvortrag halten, danach sind Arbeitsgruppen- und Plenardiskussionen geplant. Am 28.9. vormittags werden Cornelia Helfferich (Freiburg) und Monika Häussler-Szcepan (Mittweida) über empirisch-methodische Fragen der Soziologie chronischer Krankheit referieren. Wiederum wird es ausreichend Gelegenheit zur kritischen Auseinandersetzung im Plenum und in Arbeitsgruppen geben.

Spezifisch vertieft wird die Tagung durch drei Blocks mit Parallel Sessions zu folgenden Themenkreisen (vorläufige Titel):

Herausforderungen chronischer Krankheit und Behinderung für Versorgungssysteme und Gesundheitsberufe

Neue Rollen für Professionelle und (chronisch kranke) PatientInnen

Soziale Unterstützung und Stigmatisierung als Determinanten der Krankheitsbewältigung und Lebensqualität

Selbsthilfegruppen als Stärkung der Patienten und Angehörigen durch Organisierung

Soziale Determinanten bei der Entstehung chronischer Krankheiten

Gesundheitsförderung und Selbstbestimmung – zur Reorientierung der Gesundheitspolitik und ihren Implikationen.

Nachstehend eine vorläufige Zeitübersicht
Do., 27.9.2001
1. Halbtag:
13.00-13.30 Uhr Begrüßung
13.30-16.30 Uhr Hauptvortrag Michael Bury (University of London):
Zum gegenwärtigen theoretischen Stand der Soziologie chronischer Krankheit mit Diskussion im Plenum und in Arbeitsgruppen
17.00-18.30 Uhr Parallel Sessions 1

Fr., 28.9.2001
2. Halbtag:
09.00-12.00 Uhr Hauptvortrag Cornelia Helfferich (FH Freiburg)/Monika Häussler-Szcepan (FH Mittweida): Empirisch-methodische Fragen der Soziologie chronischer Krankheit mit Diskussion im Plenum und in Arbeitsgruppen
12.00-12.30 Uhr Poster-Session

3. Halbtag:
13.30-15.00 Uhr Parallel Sessions 2
15.30-17.00 Uhr Parallel Sessions 3
17.00-17.30 Uhr Closing
ab 17.30 Uhr Sektionsversammlungen

Das definitive Programm und weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf unserer Kongress-Homepage:
http://www.univie.ac.at/medsoz2001

Die Teilnahmegebühren betragen bei Anmeldung bis zum 30.6.2001 ATS 500,--, bei Anmeldung danach ATS 700,--. Für Studierende und Arbeitslose sind die Teilnahmegebühren auf ATS 350,-- bzw. ATS 500,-- reduziert. Wenn Sie sich zur Tagung anmelden wollen, finden Sie ein Anmeldeformular zum Downloaden auf der Homepage.

Für weitere Auskünfte zum wissenschaftlichen Programm oder zu organisatorischen Belangen wenden Sie sich bitten an Rudolf Forster, Tel. +43/1/4377-48221, e-mail: rudolf.forster@univie.ac.at
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INDEX2001 CONFERENCE: QUALITY OF LIFE INDICATORS
2. - 8. Oktober 2001, Rom, Italien
Einreichschluß für Abstracts: 30. März 2001
weitere Informationen und Onlineregistrierung:
http://www.inenco.org/index_conferences.html
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2001 OPEN MEETING OF THE HUMAN DIMENSIONS OF GLOBAL ENVIRONMENTAL CHANGE RESEARCH COMMUNITY
6. - 8. Oktober 2001, Rio de Janeiro, Brasilien
Einreichschluß für Abstracts und Sessionsvorschläge: 29. März 2001
weitere Informationen: http://sedac.ciesin.org/openmeeting/
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TAGUNG

GLEICHER LOHN FÜR GLEICHWERTIGE ARBEIT
Praktische Beispiele diskriminierungsfreier analytischer Arbeitsbewertung

18. Oktober 2001, 10.00 bis 16.30 Uhr
BAWAG – Hochholzerhof, Seitzergasse 2-4, 1010 Wien

Um im Durchschnitt den gleichen Lohn zu erhalten wie Männer, müssen Frauen in der EU noch einen langen Weg zurücklegen. Nach dem Gleichbehandlungsgesetz und den Bestimmungen der EU liegt Entgelddiskriminierung dann vor, wenn Frauen und Männer keinen gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit erhalten.

Die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes hat Standards zur Umsetzung des Rechtes auf Entgeltgleichheit geschaffen. In der betrieblichen Praxis sind diese kaum bekannt.

Eine zentrale Rolle kommt der geschlechtsneutralen Ausgestaltung der Arbeitsbewertung zu. Dabei sind die Tätigkeiten und Arbeitsanforderungen und nicht die Person, die eine Arbeit ausführt, zu bewerten.

Referentinnen aus der Schweiz, England und Deutschland berichten über Erfahrungen mit diskriminierungsfreien Arbeitsbewertungssystemen und präsentieren Strategien zur Umsetzung. Die Darstellung der zwei österreichischen Pilotprojekte zeigt praxisnah, wie diskriminierungsfreie Arbeitsbewertungssysteme in einem Unternehmen eingeführt und bestehende Systeme auf EU-Standard gebracht werden können.

Tagungskonzeption und Durchführung
Edeltraud Ranftl
Birgit Buchinger
Ulrike Gschwandtner
Oskar Meggeneder

Die Tagung ist kostenlos und wird von der BAWAG Wien unterstützt
Weitere Informationen unter: www.dabo.at

Oder bei Frau Andrea Rosenkranz, Au 57, 4212 Neumarkt
Tel. 07941/205 603, Fax 07941/205 604, e-mail: weber@uwt.cyber.at

Tagungsprogramm
10.00 – 10.30 Uhr:
Moderierte Eröffnungsrunde
Sylvia Ledwinka, Österreichischer Gewerkschaftsbund
Martin Gleitsmann, Bundeswirtschaftskammer
Ingrid Nicolay-Leitner, Gleichbehandlungsanwältin
Stefan Potmesil, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

10.30 – 12.00 Uhr:
Gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit?
Ursachen für Benachteiligungen von Frauen beim Arbeitsentgelt
Karin Tondorf

Developing and Implementing a Less Discriminatory Job Evaluation in the UK (Simultanübersetzung)
Sue Hastings

anschl. Diskussion

12.00 – 13.00 Uhr:
Pause mit Buffet

13.00 - 14.45 Uhr:
Langsam aber sicher – der pragmatische Weg der Freiburger Kantonsverwaltung zur Verwirklichung der internen Lohngerechtigkeit
Kathrin Karlen Moussa

„Der Prozess ist der Schlüssel!“
Ergebnisse des Projektes D.A.B.O.-Bank
Birgit Buchinger und Ulrike Gschwandtner

Lohnstandards als Fair P(l)ay
Oskar Meggeneder und Edeltraud Ranftl
14.45 – 15.15 Uhr:
Kaffeepause

15.15 – 16.30 Uhr:
Publikumsdiskussion

Moderation der Veranstaltung: Ilse König
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Call for Papers

Familie und Gesundheit:
medizinische, psychologische, juristische, ökonomische und soziale Aspekte

Veranstalter:
Gesellschaft für Interdisziplinäre Familienforschung (ÖGIF) in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Kinder- und Jugendneuropsychiatrie in Kärnten

Tagungsort:
Universität Klagenfurt, 23.- 24.4.11.2001

Ziele:
Ziel der Tagung ist es, Wissenschaftler und in der Praxis Tätige aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen um das Thema Familie und Gesundheit zu diskutieren. Viel zu selten werden familienrelevante Themen ganzheitlich - interdisziplinär betrachtet.
Gerade unsere gesellschaftliche Realität erfordert dies aber.

Wissenschaftliches Programm:
In drei eingeladenen Vorträgen wird das Schwerpunktthema der Tagung "Familie und Gesundheit" aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und diskutiert werden. Zusätzlich erwarten wir Vorträge und Poster zum Schwerpunktthema, jedoch auch zu anderen familienrelvanten Themenstellungen. Die thematische Gliederung der Beiträge erfolgt durch das Programmkommitee.

ReferentInnen und Titel der eingeladenen Vorträge:
Angelika Engelbert (Universität Bielefeld)
"Familie und Gesundheit: Voraussetzungen und Folgen einer Co-Produktion von Hilfeleistungen"

Kai von Klitzing (Universität Basel)
"...wenn Kinder ihre Familien gründen - Anmerkungen zur frühen Eltern-Kind-Beziehung"

Peter Noack (Universität Jena)
"Beziehungen von Eltern und Jugendlichen im Wandel"

Tagungsdauer:
Freitag, 23.11.2001, 9.00 Uhr - Samstag, 24.11.2001, 13.00 Uhr

Tagungsort:
Universität Klagenfurt (HS 1 und 2)
Universitätsstr. 65-67, A-9020 Klagenfurt

Anmeldung und Einreichung eines Beitrages:
Mag. Caroline von Korff bzw. Sekretariat
Abteilung für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie und Heilpädagogik
Landeskrankenhaus Klagenfurt
St. Veiterstr. 47, A-9020 Klagenfurt
Tel. +43/463 538 22510
Fax: +43/463 538 23019
email: kijuneuropsych@lkh-klu.at

Deadline für die Einreichung der Beiträge ist der 30. Juni 2001
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The Research Committee on Family Research (RC06) encourages papers for the congress in Australia 2002. The specific subjects are listed below.
The overall aim of the sessions is to show the integration of family in the societal, political and economic system. The relation between family and overall society should be a central perspective of the papers. We invite papers to following central issues:

1) Reconciling Family and Work
2) New Family Forms
3) Role of the Elderly – later life Relationships
4) Family support Networks and Family Policy

Those issues are planned to be in the following sessions.
Abstracts are invited to following sessions or themes:

Session
Marriage, Family and Rational Choice joint session with RC 45
Chairs:Bernhard Nauck, Bernhard.Nauck@phil.tu-chemnitz.de and Martin Abraham Abraham@sozio.uni-leipzig.de

Session
New Family Forms
Chairs: Jan Trost, Jan.Trost@soc.uu.se and Irene Levin, Irene.Levin@oks.hio.no

Session
Work and family
Chairs: Chin Chun Yi, chinyi@gate.sinica.edu.tw and Ria Smit, rsm@lw.rau.ac.za

Session
Work and family interactions
Chair: Christine Millward, chrism@aifs.org.au

Session
Transnational families
Chair: Cora Baldock, baldock@central.murdoch.edu.au and Loretta Baldassar, baldassa@cyllene.uwa.edu.au

Session
Migration and family
Chairs: Bernhard Nauck with Ursula Mehrländer, Bernhard.Nauck@phil.tu-chemnitz.de

Session
Family in countries of the Third World
Chair: Maria Christina Siquiera, mccampos@usp.br

Session
Intergenerational Relationships
Chair: Jenifer Kunz, jkunz@mail.wtamu.edu

Session
Youth and the family
Chairs: Chin-Chun Yi chinyi@gate.sinica.edu.tw and Rudolf Richter, rudolf.richter@univie.ac.at

Session
Families and later life relationships
Chairs: Rachel and Ben Schlesinger, rachels@mailrelay.yorku.ca and Maximiliane Szinovacz, maxres@visi.net

Session
Family Policy
Chair: Wilfried Dumon, wilfried.dumon@soc.kuleuven.ac.be

Session
Welfare state and the family
Chair: John Eriksen, John.Eriksen@isaf.no

Session
Family sociology and intervention
Chair: Barbara Settles, settlesb@udel.edu

Session
Families, Social Capital, and Community Involvements
Chairs: Mark Hutter, Hutter@rowan.edu

Session
Fatherhood
Chairs: Rudy Ray Seward, seward@scs.cmm.unt.edu

Special Session
Gender, work and family issues in predominantly male occupations
Joint Session with Research Committee 01 Armed Forces and Conflict Resolution and Research Committee 32 Women in Society
Chair: Mady W. Segal, msegal@socy.umd.edu
Abstracts should be sent to Ann Denis, adenis@uottawa.ca

Please send your abstract directly to the session organizer. If you are unsure which session might be appropriate for your paper, please send it to the programme coordinator, Rudolf Richter, e-mail: cfr.soziologie@univie.ac.at

The abstracts should net exceed 300 words in length. They should be addressed to the session chairs not later than 30th of September 2001 (notification of acceptance 15th of November 2001).
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ISA
XV World Congress of Sociology
Brisbane, / Australia / July 7 - 13, 2002

The Social World in the Twenty First Century:
Ambivalent Legacies and Rising Challenges

Informationen unter: http://www.ucm.es/info/isa/congress2002/
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PUBLIKATIONEN DER MITGLIEDER

Betz Fritz
Monographien:
Betz, Fritz: Das Schweigen des Karl Kraus - Paradoxien des Medienalltags, Freiburg/Breisgau: Centaurus 1994.

Betz, Fritz: Die Kultur der „Anderen“, Wien: IFS, 1994.

Betz, Fritz/Riegler, Johanna/Schwarz, Irene: The Deployment of Telework in European Public Administrations, Strasbourg: Official Publ. of the European Commission, 1999.

Betz, Fritz/Haberfellner, Regina (Hg.): Geöffnet! Migrantinnen und Migranten als Unternehmer, Wien: Guthmann-Peterson, 1999.

Aufsätze:
Betz, Fritz/Zrinsky, Brigitte: Vaterstadt, in: Ut populus ad historiam trahatur, Graz: Leykam, 1988, S. 9-20.

Betz, Fritz: Keine Schlange läßt sich töten... Das Gift der Macht, in: Treusch-Dieter, Gerburg (Hrsg.): Das Böse ist immer und überall... Berlin: Elephantenpress, 1993, S. 132-135.

Betz, Fritz: Cultural Production and the Politics of Identity. On the Stra-tegic Use of "Multiculturalism" in Two Austrian Cities, in: Innovation. The European Journal of Social Sciences, Vol. 9, No. 1, March 1996, p. 105-117.

Betz, Fritz: Das Telefon als Tür. Intimität im Versprechen der Ferne, in: Ästhetik und Kommunikation, Heft 90, 24. Jahrgang. Berlin, September 1995, S. 78-83.

Betz, Fritz: Die Wiener Moderne als Krisenregion einer telematischen Kultur, in: Zeitgeschichte, Heft 7/8 1996, S. 264-275.

Betz, Fritz: Aller Welt Gesicht. Das Totalitäre in der digitalen Bildverarbeitung, in: Ästhetik und Kommunikation, Medium Gesicht, Die faciale Gesellschaft, Heft 94/95, Jg. 25, Dez. 1996, S. 69-75.

Betz, Fritz: The man, the masked man, in: Hermann, Matthias: Katalog zur Bildserie „1997“, Paris: Galerie Praz-Dellavallade, 1997, S. 3-6.

Betz, Fritz: Ich möchte, daß mein Sohn Klempner wird. Die unheimliche Allianz von Virtualisierung und Neoliberalismus, in: Freitag, Ost-Westzeitschrift, 20. März 1998, S. 13.

Betz, Fritz/Riegler, Johanna/Schwarz, Irene: Deployment of Telework in European Administrations, in: Hochgerner, Josef/Lacina, Ferdinand (Hrsg.): Work and Employment in the Information Society, Wien: Guthmann-Peterson, 1998, S. 108-112.

Betz, Fritz: Im Bauch der Königin. Zur Ästhetik von HyperPorn, in: Danneberg, Bärbel et al. (Hrsg.): Wunderwelt Sexshop, Wien: Döcker Verlag, 1998, S. 57-62.

Betz, Fritz: SoHo ist überall – Digitalisierung und die Erschöpfung des Produktionsparadigmas, in: Weg und Ziel, Nr. 1, März 1999, 57. Jg., S. 40-45.

Betz, Fritz: Fleischpuppen. Cyberpuppen.Tod., in: Riegler, Johanna et. al. (Hrsg.): Puppe. Monster. Tod., Wien: Turia & Kant, 1999, S. 35-51.

Betz, Fritz: Das fotografische Bild als Fabrik. Zur medientechnischen Inszenierung eines Phantoms, in: Ahrens, Jörn (Hg.): Jenseits des Arbeitsprinzips? Vom Ende der Erwerbsgesellschaft, Tübingen: edition diskord, 2000, S. 94-106.

BOOK ANNOUNCEMENT

National Labour Relations in Internationalized Markets.
A Comparative Study of Institutions, Change and Performance
Franz Traxler, Sabine Blaschke, and Bernhard Kittel
350 pages January 2001
0-19-829554-5 £ 40.00
Oxford University Press

The book analyzes the institutional development and economic performance of 20 OECD countries for 1970-1998 on the basis of a comprehensive set of measures and data on the following dimensions:

The structure of unions and employer associations (i.e. domains, centralization, membership density, sectoral membership composition, and participation in public policy);

The system of wage bargaining (i.e. centralization, coordination mechanisms, procedural and substantive state intervention, and collective bargaining coverage). Analysis is divided into five main parts: (I) the theoretical and methodological framework of analysis;

(II) the organization of interests: patterns and dynamics;

(III) wage regulation and bargaining;

(IV) labour relations and economic performance;

(V) instead of convergence: neoliberalism and lean corporatism as alternatives.

IMPRESSUM UND OFFENLEGUNG

Die "ÖGS-INFORMATIONEN" erscheinen vierteljährlich und dienen als parteiungebundenes Kommunikations- und Diskussionsorgan zur wechselseitigen Information der Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS).

Abonnement: für Mitglieder der ÖGS frei

Bankverbindung: PSK
Kontonummer: 1.870.569
Bankleitzahl: 60000
Bank Austria
Kontonummer: 00628522500
Bankleitzahl: 20151

Redaktion, Hersteller und Herausgeber:
Vorstand der ÖGS,
Institut für Soziologie, Universität Linz,
Altenbergerstr. 69, A-4040 Linz
http://soziologie.soz.uni-linz.ac.at/sozthe/oegs
josef.gunz@jk.uni-linz.ac.at
heidi.schuetz@jk.uni-linz.ac.at

Präsident: A.Univ.-Prof. Dr. Josef Gunz
Vizepräsidentin: Dr. Sabine Blaschke
Vizepräsident: A.Univ.-Prof. Dr. Hermann Denz
Kassier: Ass.-Prof. Dr. Franz Wagner
Schriftführer: A.Univ.-Prof. Dr. Gerald Angermann-Mozetic

Studentische Mitglieder: Renate Gerstl
Franz Gschwandtner
David Lechner

Für den Inhalt verantwortlich (sofern nicht anders angegeben):
A.Univ.-Prof. Dr. Josef Gunz

Layout: Heidi Schütz

Druck: Wirtschaftsabteilung der Universität Linz

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