> ÖGS / Über uns / ÖGS-INFORMATIONEN / ÖGS-Information 3/2001
Inhaltsverzeichnis
The 5th conference of the European Sociological Association
Nachruf Paul Neurath
Tätigkeitsberichte der Sektion Soziologische Methoden und Forschungsdesigns
Protokoll vom Drogenworkshop
Tagung der Sektion Gesundheits- und Medizinsoziologie
Veranstaltungsvorankündigungen / Call for Papers
Publikationen der Mitglieder
Einladung zur Generalversammlung
ÖZS Redaktionsstatuten
Ansuchen neuer Mitglieder
Impressum und Offenlegung
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Visions and Divisions
Challenges to European Sociology
August 28 – September 1, 2001, Helsinki, Finnland
Anmerkungen eines Teilnehmers
1200 Personen sind im Programmheft der Konferenz mit Namen und Adressen zu finden. Eine Teilnehmerzahl, die einen Rekord innerhalb der Europäischen Konferenzen der letzten Jahre bedeutet.
Ein so großes Interesse mag wohl auch mit dem besonderen Veranstaltungsort Helsinki und dem Land zusammenhängen.
Die spezifische geographische Lage Finnlands, seine Geschichte und seine Sehenswürdigkeiten vermochten eine außergewöhnliche Anziehungskraft zu entwickeln.
Schon am ersten gemeinsamen Empfangsabend wurde anhand der aufgesteckten Namens- und Herkunftsschilder klar, daß es sich geradezu um einen Weltkongreß und nicht nur um eine europäischen Kongreß handelte. TeilnehmerInnen aus Japan, aus China, aus Hongkong, aus Rußland und aus USA waren in nahezu gleichem Ausmaß zu sehen wie aus dem übrigen Europa. So bunt wie die Herkunft der Konferenzteilnehmer so divergent waren die Themen der Präsentationen in den vielen Parallelveranstaltungen (research networks and research streams).
Die Themenvielfalt der Networks and Streams wurde in kleinen Forschungsgruppen präsentiert und diskutiert.
Die mittäglichen Plenarien fanden in der großen Halle der Universität statt. Die großzügige architektonische Gestaltung dieser Halle konnte nur mit einer schlechten Akustik aufwarten.
So bemüht die Technik auch war, die vermittelten Botschaften erreichten das Publikum nur in Maßen. Kapazitäten wie z.B. Richard Sennett gesehen zu haben, ist ja gut, gerne hätte ich ihn auch verstanden. Kopfhörer wären bei wissenschaftlichen Veranstaltungen dieses Ausmaßes eine gute Sache.
Ein weiteres Manko, das bei anderen Kongressen ebenfalls Schule macht, ist die Praxis mancher Vortragenden in den Parallelveranstaltungen "tritt auf und gleich wieder ab". Sie erscheinen nach dem Prinzip "just in time" und verschwinden wieder, wie sie gekommen sind. Von einem wissenschaftlichen Diskurs, einem der vorrangigen Ziele einer Konferenz, kann bei einer solchen Praxis keine Rede sein.
Zum Abschluß noch ein Kuriosum, das zumindest manche Konferenzbesucher peinlich berührte. Bei den abendlichen Empfängen der städischen Prominenz wurden sofort nach Betreten der Räumlichkeiten Getränke und Buffet zugänglich gemacht. Der Schlacht am Buffet erst folgten die keineswegs langwierigen Empfangsreden. Sie gingen allesamt im Lärmpegel der genüßlich tafelnden Runde völlig unter. Soviel Ignoranz gegenüber den regionalen Mäzenen erschien mir auch multikulturel nicht interpretierbar!
Josef Gunz
im Oktober 2001
(zum Seitenbeginn)
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"- und bitte vergessen Sie nicht den 90. Geburtstag von Paul Neurath ... Er ist einer von den Treuen, die trotz Dachau wieder nach Österreich zurückkehrten".
So schrieb mir im Sommer d. J. Prof. L. Rosenmayr. Er hat Paul Neurath gut gekannt und ebenso geschätzt.
Just an dem Tag, an dem ich Neurath brieflich gratulieren wollte, lese ich im Standard (vom 7.9.2001) über dessen Ableben am 3. September in New York.
Rosenmayr gedachte in einem umfassenden Nachruf des verstorbenen Seniors der österreichischen Soziologie. In diesem Nachruf kommt der Werdegang eines durch die anwachsenden Unbilden der 30er Jahre schwer geprüften und gedemütigten Intellektuellen zum Ausdruck.
Zitate aus dem Lebenslauf von Paul Neurath geben Einblick in die Vielfältigkeit seines Lebens:
"1931 – 1937
Jus-Studium an der Universität Wien
abgeschlossen mit Doktorat am 21. Dezember 1937"
"In Anbetracht der wirtschaftlich schweren und politisch unsicheren Zeiten bereitete ich mich noch während meines Universitätsstudiums durch entsprechende Kurse auf mehrere Berufe – manuelle wie nicht-manuelle – vor, die ich ja dann alle auch noch ausübte, zum Teil noch während des Universitätsstudiums, zum Teil in der Emigration."
"Gleichzeitig mit dem Universitätsstudium:
1931 – 1932
Abiturientenkurs an der Neuen Wiener Handelsakademie
1932 – 1934
Werkmeisterkurs für Elektrotechnik und Maschinenbau an der Maschinenfachschule Arsenal, 1100 Wien
1934
Ausbildung als Schweißer (autogenes Gasschweißen/drei separate Kurse) an der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt, 1180 Wien“
Den Internierungen (1938) von Dachau und Buchenwald entkommen, emigrierte Neurath 1939 nach Schweden und 1941 in die USA:
Studium der Soziologie und Statistik an der Columbia University New York. Nicht ohne Hürden.
"Abschluß des Studiums mit den entsprechenden Prüfungen ("orals") und Verteidigung der Dissertation – aber: damals existierte noch die erschwerende Vorschrift der Abgabe von 125 gedruckten Kopien der Dissertation; da ich dafür das Geld nicht hatte, mußte ich warten, bis dieses Erfordernis abgeschafft wurde und eine Kopie in Form eines Mikrofilms genügte."
Ungeachtet dessen: Beginn der Lehrtätigkeit. Schon 1943.
Und außerdem: Research Assistent bei Paul Lazarsfeld.
"Unabhängig davon habe ich lange Jahre hindurch in New York ebenso wie in Wien gleichzeitig nebenbei andere Berufstätigkeiten ausgeübt, manchmal alle Arten zugleich."
Unermüdlich und ungebeugt setzt Paul Neurath sein Lebenswerk fort. Die Vielseitigkeiten und Gleichzeitigkeiten häufen sich. Ein Entfaltungsdrang, der hinter der Bewunderung auch Fragezeichen evoziert. Wie hat er das geschafft?
"Während und nach der Hauptlehrtätigkeit in New York:
1951, Sommer:
Gastprofessur an der University of Washington in Seattle, Washington
1955 – 1957
Fullbright Professor of Social Research am Tata Institute of Social Science, Bombay.
damit gleichzeitig:
1956 – 1957
Co-Direktor und in der Folge Direktor der Bewertungsstudie für das "Radio Farm Forum Project" von UNESCO und All India Radio in Bombay-Poona"
Erst mit Beginn der 60er Jahre beginnt Neurath wieder in Wien stärker Fuß zu fassen, ohne das Queens College in New York ganz zu vernachlässigen, an dem er 1977 emeritiert wurde.
"1975 Ernennung zum Honorarprofessor an der Universität Wien"
Beim vergangenen Soziologiekongreß in Wien (2000) konnte ich Paul Neurath persönlich kennenlernen. Fast neunzigjährig referierte er vor dem versammelten Plenum. In einem small talk erfuhr ich von seiner nach wie vor aktiven Lehrtätigkeit an der Universität Wien.
Auszeichnungen mit dem goldenen Ehrenzeichen für besondere Verdienste vom Land Wien (1993) und die Verleihung des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse (2001) konnte Neurath entgegennehmen, fast am Ende seines Lebens, aber inmitten seines Schaffens.
Im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie, deren Ehrenmitglied Paul Neurath war, gedenke ich in Ehrfurcht und Dankbarkeit dieser großen Persönlichkeit.
Josef Gunz
Ich bedanke mich bei Prof. L. Rosenmayr für die Übermittung der Unterlagen und der Hinweise über den Verstorbenen.
(zum Seitenbeginn)
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über Aktivitäten im Jahr 2000
(Sprecher: Univ.Prof. Dr. Johann Bacher; Univ.Prof. Dr. Henrik Kreutz)
Die Sektion für Methoden und Forschungsdesigns der ÖGS führte im letzten Kalenderjahr im Rahmen des Jubiläumskongresses der ÖGS in Wien ihre Sektionsveranstaltung durch. Wegen der starken Nachfrage fanden drei Sessions statt, die mit einem Durchschnitt von ca. 15 TeilnehmerInnen sehr gut besucht waren. Thematisch wurde ein breites Spektrum behandelt, das von der qualitativen Organisationsanalyse bis hin zur mathematischen Modellierung von Interaktionsbeziehungen reichte. Die Veranstaltungen verdeutlichte sehr eindrucksvoll vier für die Methodenentwicklung und -anwendung in Österreich typische Aspekte.
Die Sektionsveranstaltung zeigte erstens, daß nach wie vor ein starkes Interesse an Methoden in Österreich an den unterschiedlichen universitären Standorten besteht. Die insgesamt sechzehn (Ko-)ReferentInnen kamen aus Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien. Klagenfurt fehlte zufällig. Die TeilnehmerInnen rekrutierten sich aus Wien, Innsbruck, Graz, Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg sowie aus Deutschland.
Zweitens wurde ersichtlich, daß sich eine Reihe von KollegInnen erfolgreich kontinuierlich über Jahre hinweg mit bestimmten Methoden und methodischen Fragen beschäftigt hat. Leider konnten nicht alle von ihnen im Rahmen der Sektionsveranstaltung referieren. Unter den ReferentInnen sind zu nennen: Ulrike Froschauer (Wien) mit ihren Arbeiten zur qualitative Organisationsanalyse, Max Haller (Graz) mit seinen Beiträgen zur international vergleichenden Sozialforschung auf Survey-Basis, Hilde Weiss (Wien) mit ihren Forschungen zur Messung von Einstellungssyndromen, wie Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, Herrmann Denz (Innsbruck) Analysen zur Zuverlässigkeit und Validität von Skalen sowie Henrik Kreutz (Wien/Nürnberg) unermüdliche Versuche, Methoden abseits des Mainstreams der Meinungsforschung zu etablieren. Ergänzend zu erwähnen wären (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) durch ihre Beiträge zur qualitativen Sozialforschung Christian Fleck (Graz), Waltraud Finster (Innsbruck), Roland Girtler (Wien), Manfred Lueger (Wien), Rudolf Richter (Wien) und Meinrad Ziegler (Linz) sowie für die quantitative Sozialforschung Anton Amman (Wien), Kurt Holm (Linz), Ernst Gehmacher (Wien) und Wolfgang Schulz (Wien).
Drittens wurde deutlich, daß es ausgezeichnete junge MethodikerInnen gibt. Als solche referierten: Joachim Gerich (Linz) über die Mokkenskalierung, Rainer Rosegger (Graz) gemeinsam mit Max Haller über die Mehr-Ebenen-Analyse und Martin Weichbold (Salzburg) über die Internetbefragung.
Als viertes Charakteristikum zeigte sich ein ausgeprägter Praxisbezug. Methodenentwicklung und -anwendung findet nicht nur im elfenbeinernen Turm - ein meines Erachtens nach für die österreichische Soziologie ohnedies nie zutreffendes Bild - statt, sondern hat einen starken Anwendungsanteil. Dies machten vor allem die Referate von Ursula Trummer und Sonja Novak-Zezula (beide Wien) über die Anwendung von SYMLOG in gesundheitswissenschaftlichen Studien und jenes von Weichbold (Salzburg) zur Internetbefragung deutlich. Auch der Bericht von Irmgard Oberhauser (Innsbruck) über ihre geplante Inhaltsanalyse von virtuellen Kontaktbörsen unterstrich den Praxisbezug. Daneben gibt es selbstverständlich auch Grundlagenforschung, als ein Beispiele hierfür kann der Beitrag von Anselm Eder, Walter Gutjahr und Erich Neuwirth (alle Wien) über die Modellierung von Interaktionsbeziehungen angeführt werden.
Zusammenfassend läßt sich somit festhalten, daß in Österreich an unterschiedlichen Orten ein breites Spektrum von Methoden erfolgreich entwickelt und angewendet wird. Daß der abschließende Bericht von Sabine Stadler (Wien/Brüssel) über die Entwicklung der qualitativen Sozialforschung nur wenige Aspekte aufzeigte, war bedauerlich.
Wünschenswert wären eine stärkere innerösterreichische Vernetzung und internationale Präsens.
Für das Gelingen der Veranstaltung sei allen TeilnehmerInnen und ReferentInnen an dieser Stelle nochmals gedankt. Ich hoffe, möglichst viele und weitere Interessenten bei der nächsten Sitzung begrüßen zu dürfen. Sie wird voraussichtlich im Herbst in Vorarlberg stattfinden. In dieser Veranstaltung findet auch die Neuwahl der Sprecher statt.
Der Sprecher der Sektion
Johann Bacher
(zum Seitenbeginn)
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Die Sektion führte im Berichtsjahr 11/2000 bis 11/2001 ihre Herbstveranstaltung vom 12. bis 13.10.2001 in Dornbirn mit dem Thema "Neue Konzepte und neue Medien in der Sozial- und Marktforschung" durch. Gastgeber und lokaler Organisator war Horst O. Mayer von der FH Vorarlberg. Bei der Programmgestaltung wirkte ferner Hermann Denz mit. Vorab herzlichen Dank an beide für die zahlreichen Stunden, die sie in die Tagung investierten.
An der Veranstaltung nahmen etwa 40 TeilnehmerInnen teil, davon waren etwa die Hälfte Interessenten aus Vorarlberg. Begrüßung und Eröffnung erfolgten durch den Rektor der FH, Herrn Prof. Dr.-Ing. Guntram Feuerstein, durch Univ.Prof. Dr. Henrik Kreutz in seiner Funktion als Sprecher der Sektion und durch den Landeshauptmann, Herrn Dr. Herbert Sausgruber.
In dem sehr gut strukturierten und inhaltlich aufbereiteten Eröffnungsreferat setzte sich Hermann Denz (Universität Innsbruck), der für den knapp vor der Tagung erkrankten Jörg Ueltzhöffer (Sigma-Institut, Mannheim) einsprang, mit dem wohl bekanntesten Milieukonzept auseinander, nämlich mit den SINUS-Milieus, in dem soziale Milieus durch zwei Dimensionen (soziale Schicht und allgemeine Wertorientierungen, die von konservariv bis postmodernistisch reichen) charakterisiert werden. Denz berichtete in der Folge über eine eigene Replikationsstudie und wies auf Probleme der SINUS-Typologie hin. Der wohl gravierendste Kritikpunkt ist darin zusehen, daß die Konstruktion der Typologie nicht bekannt ist. Dies macht wissenschaftliche Replikations- und Validitätsstudien beinahe unmöglich. Die anschließende Diskussion brachte einen beträchtlichen Informationsbedarf nach den durch die Lebensstilforschung erzielten Ergebnissen und Erkenntnissen zum Vorschein.
An den Vortrag von Denz anschließend stellte Martin Weichbold (Universität Salzburg) Möglichkeiten der Gäste- und Kundenbefragung mittels Touchscreen vor. Er konnte dabei auf zahlreiche, von ihm in jüngster Zeit durchgeführte Befragungen aus der Tourismusforschung zurückgreifen. Vergleichsstudien mit dem mündlichen Interview erbrachten dabei Unterschiede in der Teilnahme nach Alter (Jüngere und Ältere nehmen häufiger an Touchscreen-Befragungen teil), nicht aber nach dem Geschlecht. Auch Ausfälle während der Befragung sind nicht zufällig. Publikationen zu diesem aktuellen Methodenthema sind in Vorbereitung. Insgesamt zeigte der Vortrag, daß die Salzburger Soziologie auf dem Gebiet des Einsatzes neuer Medien in der Befragung zu einem der führenden universitären Zentren der österreichischen Soziologie geworden sein dürfte.
Mathias Till, Richard Heuberger und Hannes Redl (ICCR-International, Wien) berichteten über den österreichischen Teil des Haushaltspanels der Europäischen Kommission (ECHP), insbesondere über Panelmortalität, fehlende Werte und Verfahren zur Behandlung beider Probleme (Imputationstechniken und Stichprobengewichtung). Das ECHP begann 1994, Österreich nimmt daran seit 1995 teil. Die letzte Welle wurde 2001 durchgeführt. Ziel des ECHP war die Gewinnung vergleichbarer Daten auf EU-Ebene mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Haushaltszusammensetzung, des Einkommens, der Erwerbsbeteiligung und subjektiver Wohlfahrtsindikatoren. In Österreich wurden dazu 3.000 Haushalte befragt. Die Daten stehen gegen ein geringes Entgelt für Sekundäranalysen zur Verfügung.
Der erste Tag wurde mit Vorträgen von zwei prämierten Diplomarbeiten der FH Vorarlberg abgeschlossen. Die beiden Referenten (Philipp v. Hellberger, Jochen Baumann) stellten multimediale Ansätze zur Präsentation komplexer Daten vor, die von der mit Musik unterstützen Darstellung mittels beweglicher, farbiger und dehnbarer Vektoren bis hin zum gleichzeitigen Einsatz von Statistiken, Bildern, Videoclips und Ton reichten.
Der zweite Tag wurde mit zwei Referaten zur Internetbefragung begonnen. Zunächst gab Peter Diem (Fessel & GfK, Wien) einen eindrucksvollen Überblick über die vielfältigen Anwendungen des Internets in der Marktforschung. Er stellte sowohl Forschungen über das Internet als auch Forschungsansätze mit dem Internet dar. Erstere zeigen mit 45% eine hohe Internetpenetration in Österreich. Sättigungsgrenzen lassen sich bei 50% vermuten. Im zweiten Teil ging Diem auf die Evaluation von Web-Seiten ein. Trotz der beeindruckenden Leistungsshow verwies Diem auch auf Forschungsdesiderate, die durch eine stärkere Kooperation zwischen Universität und Praxis gelöst werden könnten.
Marek Fuchs (Universität Eichstätt) machte in seinem Vortrag zu Beginn anhand von konkreten Beispielen sehr anschaulich und gut nachvollziehbar deutlich, daß für Internetbefragungen dieselben Regeln gelten wie für jede Befragungsform. Des Weiteren berichtete er über eine Validierungsstudie, in der das Internet mit der Papier-und-Bleistift-Befragung verglichen wird. Erste Ergebnisse erbringen keine Unterschiede in bekannten Response-Sets, wie z.B. der sozialen Wünschbarkeit. Unterschiede bestehen bei Kontext- bzw. Ausstrahlungseffekte. Sie können bei einer Internetbefragung reduziert werden.
Im letzten Vortrag schließlich stellten Joachim Gerich und Roland Lehner (beide Universität Linz) zwei aktuelle Forschungsprojekte vor, in denen komplexe Forschungsdesigns mit Hilfe einer Computerbefragung gelöst wurden bzw. zu lösen beabsichtigt sind. Joachim Gerich berichtete über eine abgeschlossene Untersuchung zum Einfluß von Netzwerken auf den Drogenkonsum. Die Erfassung der Netzwerke einer Person fand in dieser umfangreichen Grundlagenstudie durch ein selbst geschriebenes Computerprogramm mit Access statt. Roland Lehner schließlich stellte den Prototyp einer mit Video unterstützen Computerbefragung von Hörbehinderten dar, der ebenfalls mit Acces programmiert wurde.
Aus meiner Sicht erfüllte die Tagung die an sie gesetzten Zielsetzungen. Sie gab einen informativen Überblick über den Einsatz neuer Medien in der Datenerhebung und – zunächst nicht beabsichtigt, deshalb um so erfreulicher - in der Ergebnisdarstellung. Deutlich wurde dabei für mich (ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen) ein – mit Ausnahme von Salzburg – bestehender Nachholbedarf beim Einsatz von WWW-Techniken in der universitären soziologischen Lehre und Forschung. Umgekehrt wurde aber auch Forschungsbedarf in traditionellen Aufgabenfeldern, wie der (Weiter-)Entwicklung von Skalen oder der Behandlung von fehlenden Werten und Ausfällen, ersichtlich. Deutlich wurde auch, daß für neue Konzepte und Medien die "alten" Regeln der empirischen Sozialforschung gelten. Neben diesem Befund stimmen zwei Tatsachen beruhigend: Erstens, daß junge SoziologInnen in Österreich mit neuen Methoden der Datenerhebung (Computerbefragung, WWW-Befragung, Touchscreen), aber auch der Datenauswertung (Imputations- und Gewichtungsverfahren) experimentieren und dabei fruchtbare Erfahrungen sammeln. Zweitens, daß man sich auch im fortgeschrittenen Alter mit diesen Methoden vertraut machen kann, wie die Biographie von Herrn Diem zeigte, der erst nach seiner "Zwangspensionierung" mit dem Aufbau der Online-Forschung bei Fessel/GFK begann. Zu hoffen bleibt, daß diese Erfahrungen verstärkt Eingang in die Forschung und Methodenausbildung an den Universitäten finden werden. Trotz der ermutigenden Anzeichen sprechen die immer knapper werdenden Ressourcen und häufig durch die immer kürzer werdende Zeithorizonte mitbedingte fehlende über die Fachdisziplin hinausgehende Kooperation dagegen. Wegen des Bedarfs auf diesem Feld kommt es daher möglicherweise auch zu einer Fortführung der Dornbirner Veranstaltung in zwei Jahren.
Aber auch Bedarf nach einer kritischen Reflexion über die derzeitige Forschungspraxis und über Neuentwicklungen wurde gesehen. So wurde die Frage aufgeworfen, welche Realität Befragungsdaten angesichts immer geringer werdender Ausschöpfungsquoten eigentlich noch abbilden. Oder: Zu welcher Art von Wissen führen neue Medien in der Datenerhebung und Ergebnisdarstellung? Führt dies zu einer Zudrängung von Inhalten und zur Dominanz inhaltsleerer Symbolik? Antworten auf diese erkenntnistheoretischen und –soziologischen Fragen stehen selbstverständlich noch aus.
Während der Tagung fand auch die Sitzung der Sektion und die Neuwahl der Sprecher statt. Als Sektionssprecher wurde für eine Amtsperiode von zwei Jahren einstimmig Univ.Prof. Dr. Henrik Kreutz gewählt, als dessen Stellvertreter Univ.Prof. Dr. Johann Bacher, ebenfalls einstimmig. In der Sektionsveranstaltung informierte zunächst Henrik Kreutz über die von ihm in Wien vom 18. bis 20.12.2001 geplanteTagung über Transformationsforschung. Für weitere Sektionsveranstaltungen wurden als Thema die Evaluationsforschung sowie eine mit der Ars Electronica zusammenhängende Themenstellung erörtert. Als mögliche Tagungsorte wurden Linz und Salzburg genannt. Angeregt wurde ferner stärkere Zusammenarbeit mit Frau Univ-Doz. Dr. Irmgard Eisenbach-Stangl (Wien), die einen sehr engagierten Forscherkreis zur Suchtforschung koordiniert. Hingewiesen wurde auch auf erfolgreiche Aktivitäten von Herrn Univ.Prof. Dr. Herbert Altrichter (Linz), dem es gelungen ist, eine aktive Gruppe von Forschenden an den pädagogischen Akademien zu gründen. Angefragt wurde auch, in welchem Umfang qualitative Forscher/Forscherinnen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen einbezogen wurden bzw. werden können. Angeregt wurde schließlich die Einrichtung einer Mailing-Liste. Dies alles zeigt das rege Interesse an der Sektionsarbeit und an den Methoden der empirischen Sozialforschung. Der bisherige Vorsitzende Bacher berichtete über diesbezüglich bereits unternommene Aktivitäten und wies die TeilnehmerInnen auf Möglichkeiten der Publikation von Forschungsnotizen über empirische Forschungsergebnisse in der ÖZS hin.
Johann Bacher
(zum Seitenbeginn)
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Liebe Kolleginnen und Kollegen
das workshop am 26. September hat in folgender Zusammensetzung stattgefunden: Octavia Ess-Dietz, Klarissa Guzei, Sabine Haas, Flip Maas, Inge Karazman-Morawetz, Paul Neubauer, Nicola Oberzaucher, Richard Paulik, Arno Pilgram, Harald Spirig und ich. Es fand wie angekündigt im Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in der Zeit von 10.00 - 14.00 statt und endete mit einem gemeinsamen Mittagessen gesponsert von UNDCP.
Auch das Programm lief inhaltlich wie geplant ab und war von angeregten Diskussion begleitet: im ersten Teil stellte Sabine Haas das Projekt "Drogenspezifische Problemlagen sowie Präventionserfordernisse bei Jugendlichen" vor: Eine etwas ausführlichere Zusammenfassung findet Ihr im ersten Attachment, mit der Bitte von Sabine, sie nur vertraulich zu verwenden.
(erhältlich bei irmgard.eisenbach-stangl@api.or.at )
Im zweiten Teil präsentierten Flip Maas und Nicola Oberzaucher die UNDCP Studie "Institutional responses to drug problems in changing societies. An analysis of the impact of institutional drug situation and demand reduction and services in Poland, Czech Republic, Hungaria and Sovenia". Das Inhaltsverzeichnis und den Cover Text der Buchpublikation, die demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird, findet Ihr im zweiten Anhang, im dritten Anhang einen Überblick über die ausgewählten Ergebnisse, über die Nicola Oberzaucher berichtete.
Das nächste Workshop wird am 5. Dezember im Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Museumstraße 5, 1010 Wien (hinter dem Volkstheater, im Haus des Bellaria Kinos) zwischen 10.00 und 14.00 stattfinden. Die inputs werden wie schon angekündigt von Richard Paulik (Evaluation eines Präventionsprojektes) und von Inge Karazman-Morawetz und von Arno Pilgram (Evaluation polizeilicher Prävention in Schulen) kommen. Den Abschluß wird ein gemeinsames Mittagessen bilden.
Da das Programm schon vorliegt, werde ich kein "Vorprogramm" erstellen und erst Ende November die Erinnerung nochmals mit einem "Programm" stimulieren.
Klarissa Guzei wird die Drogenforschungs-Gruppe leider vorerst verlassen, da sie Ende des Jahres nach Holland übersiedelt.
Mit herzlichen Grüßen
Irmgard Eisenbach-Stangl
(zum Seitenbeginn)
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Vom 27. - 29.9.2001 fand am Institut für Soziologie der Universität Wien eine gemeinsame Tagung der Sektionen für Gesundheits- und Medizinsoziologie der DGS, ÖGS und SGS statt.
Ziel dieser ersten eigenständigen Tagung der drei Sektionen war es, eine engere wissenschaftliche Kooperation und einen intensiveren wissenschaftlichen Austausch einzuleiten.
Mit dem Tagungsthema „Chronisch kranke Menschen zwischen Gesundheitsversorgung und Alltagsbewältigung“ wurde der zunehmenden Bedeutung chronischer Krankheiten innerhalb und außerhalb der professionellen Krankenbehandlung Rechnung getragen.
Die Erörterung der vielfältigen Aspekte chronischer Krankheiten erfolgte in zwei Hauptvorträgen, sechs Paper-Sessions mit insgesamt 20 Beiträgen, eine Postersession mit 6 Beiträgen sowie zwei Workshops. Insgesamt nahmen 52 Personen an der Tagung teil, davon 27 aus Österreich, 19 aus Deutschland, 5 aus der Schweiz sowie eine aus Großbritannien.
In der Abschluß-Session äußerten sich die TeilnehmerInnen großteils sehr positiv über die Idee einer solchen gemeinsamen Tagung, die Inhalte und die Qualität der Vorträge sowie über die organisatorische Unterstützung durch den lokalen Veranstalter.
An der Programmgestaltung wurde insbesondere der Verzicht auf Parallel-Sessions positiv hervorgehoben, was wesentlich zu einer die einzelnen Sessions übergreifenden Diskussion beigetragen habe. Dennoch wurde angeregt, in einer nächsten Veranstaltung die Möglichkeiten zur vertieften Diskussion noch auszubauen.
Der Erfolg dieser Pilot-Veranstaltung bestärkte die Sektionen in der Absicht, gemeinsame Tagungen in etwa zweijährigen Abständen mit abwechselnden Tagungsorten in einem der drei Länder zu veranstalten.
(zum Seitenbeginn)
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„Transformationsforschung“ – ein brauchbarer Ansatz?
Gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbruch der ehemaligen Comecon-Staaten. Methodologische Probleme der empirischen Forschung
Gemeinsame Tagung des Instituts für Angewandte Soziologie, (IAS), der Methodensektion der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie sowie der Universität Erlangen-Nürnberg
Wien, 18. bis 20.12.2001
Call for Papers
Die sozialwissenschaftliche und die ökonomische Erforschung der Veränderungsprozesse in Ost- und Ostmitteleuropa hat diese Vorgänge unter dem termini technicus der „Transformation“ zu klären gesucht. Nachdem allein Deutschland im Zeitraum von etwas mehr als einem Jahrzehnt gut 2 Billionen (2.000.000.000.000) DM in den „Aufbau Ost“, also zum Wiederaufbau der ehemaligen DDR mit ihren 16-17 Millionen gesteckt hat (also pro Kopf der Bevölkerung rund 60.000,- DM) und damit das Ergebnis erzielte, daß auch noch im Jahr 2001 rund 40% der in den Neuen Bundesländern verbrauchten Mittel aus den alten Bundesländern transferiert werden müssen, ist ersichtlich, daß die Neoklassische Schule der Nationalökonomie, die die „Transformation“ ein Jahrzehnt hindurch anleitete, auf der ganzen Linie versagt hat.
Dieses Versagen der nationalökonomischen Politikberatung geht zum einen auf einen falschen theoretischen Ansatz zurück, der die Entwicklung von den Finanzmärkten sowie den auf diesen handelnden Akteuren und Institutionen aus gestalten wollte. Zum anderen sind aber die unzureichenden empirischen Forschungsmethoden hier verantwortlich Wenn z.B. den Ausgangspunkt der Transformation die amtliche Statistik der Comecon-Länder bildete, dann stellte dies von vornerein eine völlige Mißachtung der üblichen methodologischen Anforderungen an empirische Daten dar. Diese Statistiken – und dies war den empirisch arbeitenden Forschern lange vor 1989 bekannt - waren weder reliabel noch valid; gelinde gesagt waren sie geschönt und bildeten die Wirklichkeit in keiner Weise ab.
Ähnlich verhält es sich mit den Ergebnissen der empirischen Sozialforschung – vor allem der Markt- und Meinungsforschung. Wenn die Rücklaufquoten bei 30% bis 40% der ursprünglichen Stichprobe liegen oder überhaupt nur mit in ihrer Wirksamkeit undurchschaubaren Quoten gearbeitet wird, dann ist hier offensichtlich, daß “der Wunsch der Vater solcher empirischer Daten“ ist. Aber auch die qualitative Forschung hat hier ein besonders schwieriges Feld vor sich, da bei diesem Verfahren die Voreingenommenheit der Feldforscher kaum kontrolliert werden kann. Daher erweist sich hier häufig das, was „forschungsleitende Theorie“ genannt wird als unreflektierte Ideologie, die unkritisch die Attributionsprozesse bestimmt, die die Interpretation der Beobachtung leitet.
Der mißliche Stand der sogenannten “Transformationsforschung“ macht es daher erforderlich, mit der systematischen Überprüfung der Beziehungen zwischen angewendeten empirischen Methoden und Forschungstechniken einerseits und den inhaltlichen Ergebnissen andererseits zu beginnen.
Die Tagung soll die Befunde verschiedener Disziplinen – so etwa der Mikro- und Makroökonomie, der Soziologie, der politischen Ökonomie marxistischer Herkunft, der Politikwissenschaften sowie der qualitativ ausgerichteten Ethnomethodologie miteinander konfrontieren. Dabei sollen exante-Hypothesen sorgfältig von expost-Aussagen unterschieden und miteinander verglichen werden, um nachträgliche Rationalisierungen und nachträgliches „curve-fitting“ aufzudecken.
Besonders Gewicht soll auf die Konfrontation von theoretischen Ansätzen gelegt werden, die das Handeln von individuellen und kollektiven Akteuren in den Mittelpunkt stellen und von Paradigmen, die komplexe Ereignisse, Situationen, Konstellationen sowie autopoëtische (selbstorganisierende) Prozesse zum Ausgangspunkt nehmen. Daher erscheinen Fragen wie etwa die folgenden von größtem Interesse:
In der Theorie Sozialer Fallen wird dieser Typ „Trojanisches Pferd“ genannt, da es durch die scheinbare Kapitulation die Verteidigungslinie des Feindes unterläuft. Wenn es z.B. der PDS gelingen sollte in Deutschland im Rahmen einer Koalitionsregierung wichtige Ressorts – nach altbewährten Muster etwa das Innen-, das Sozial- und das Verkehrsministerium – unter ihre Kontrolle zu bringen, dann könnte das Ergebnis einer solchen Strategie nicht unbedingt als Zusammenbruch des Sozialismus angesprochen werden.
Es soll hier nicht behauptet werden, daß eine solche Strategie tatsächlich befolgt würde, es ist aber sicherlich wissenschaftlich nicht gerechtfertigt, mit der Leerformel “Transformation“ die schwierige Aufgabe einer spezifischen und im einzelnen begründeten Diagnose einfach zu übergehen.
Bei der Tagung soll demgemäß die Frage nach den zur Verfügung stehenden und nach den tatsächlich verwendeten diagnostischen Mitteln, die die Grundlage unseres empirischen Wissens bilden, gestellt werden. So ist es z.B. empirisch gut gesichert, daß der real existierende Sozialismus beim Tod Breschnevs in eine schwere Krise geraten war. Weder die dem System zur Verfügung stehenden menschlichen Handlungsenergien noch die produktiven technologischen Mittel für die Verwendung physikalischer Energie reichten aus, das System zu erhalten oder langfristig zu entwickeln. Das Ausmaß an Entropie steuerte zwar auf den Punkt einer Katastrophe zu, aber die von Gorbatchov eingeleiteten strategischen Umstellungsprozesse, also v.a. “Perestroika“ und “Glasnost“ waren so erfolgreich, daß eine relativ sanfte Landung erreicht werden konnte. Die Frage ist aber, ob heute mit einer Ultrastabilität der sozialistischen Gesellschaftsordnung ernsthaft gerechnet werden muß. Diese könnte dazu führen, daß nach erfolgter signifikanter Erhöhung des Wirkungsgrades der entscheidenden Institutionen mittels westlicher Investitionen dieses sich selbst wiederherstellen und die heute disparat erscheinenden Teile wieder zusammenfügen können wird.
Diese Überlegungen sind hier nur exemplarisch gemeint und es soll hier nicht eine bestimmte Sicht der Dinge bevorzugt werden. Es geht hier vielmehr darum, die notwendige Offenheit herzustellen, die für eine unvoreingenommene Diagnose erforderlich ist. Daher ist zwar eine gewisse Nähe dieses Papers zum Ansatz der “grounded theory“ nicht abzustreiten, für die Beiträge zur Tagung ist dieser aber generell nicht verbindlich.
Die Tagung in diesem Jahr soll eine erste sorgfältige Bestandsaufnahme ermöglichen, für intensive Diskussionen soll daher viel Zeit eingeräumt werden. Die Beiträge sollen anschließend zusammen mit der schriftlichen Fassung der kritischen Stellungnahmen zunächst im Inernet publiziert werden. Für das Jahr 2002 wird ein zweites weiterführendes Symposion mit einem erweiterten Teilnehmerkreis vorbereitet, bei dem die Konfrontation unterschiedlicher theoretischer Erklärungsansätze, divergenter Modelbildungen und sowie verschiedener Prognosemethoden im Mittelpunkt stehen sollen. Die in diesem Rahmen erweiterten und kritisch diskutierten Beiträge sollen dann im Jahr 2002 in Buchform publiziert werden.
Inhaltlich wird angestrebt bei dieser Fortsetzung im Jahr 2002 die Diagnose der “Transformation“ mit Problemen der Erweiterung der EU zu verknüpfen.
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3rd International Congress in Sheffield
7 - 9 March 2002
Partnership and Enterprise in Europa
Commemorating Europe Week in Sheffield
4 – 10 March 2001
Contact:
Luiz Montanheiro
Sheffield Hallam University
Stoddart Building
City Campus
Sheffield S1 1WB, UK
Tel: 00 44 (0) 114 225 5260 / Fax: 00 44 (0) 114 225 5265
E-Mail: L.C.Montanheiro@shu.ac.uk
Cllr Vic Bowden
Sheffield City Council
Country Hall
Sheffield S1, England, UK
Tel: 00 44 (0) 114 225 5162
Fax: 00 44 (0) 114 225 225 5331
Dr. John Bowden
School of Business&Finance, SHU,
City Campus
Stoddart Building
Sheffield S1 1 WB, UK
Tel: 00 44 (0) 114 225 5162
Fax: 00 44 (0) 114 225 5331
E-mail: j.c.boeden@shu.ac.uk
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13. Weltkongreß der International Industrial Relations Association,
8.-12. Sept. 2003, Berlin
http://www.fu-berlin.de/iira2003/
(Einreichfrist ist der 31. Dezember 2001)
Sheffield Hallam University
International Publics-Private
Partnership Study-Group (IPPPS)
Sheffield, England-UK
and
Karlstad University
Division of Social Sciences
Dept of Geography & Tourism
Karlstad, Sweden
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Announce the 8th International Conference 2002
Public and Private Sector Partnerships: Exploring Co-operation
12-15 June 2001, at the Karlstad University, Karlstad, Sweden
Contact:
United Kingdom:
Luiz Montanheiro, MPhil MSc (Econ)
Sheffield Business School
Stoddart Building
City Campus
Sheffield S1 1WB, UK
E-Mail: L.C.Montanheiro@shu.ac.uk
http://www.ippps.com
Sweden:
Prof. Dr. Sune Gerger
Dean, Division of Social Sciences
Dept of Geography and Tourism
Karlstad University, SE-65188 Karlstad
Sweden
E-Mail: Sune.Berger@sau.se / oskomsoy@eunet.no
http://www.kau.se/eng
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IXth International Social Justice Conference, to be held in Skovde, Sweden, June 17 - 20,2002.
Kjell Tornblom
Department of Behavioral Sciences, Social Psychology
University of Skovde, Box 408
54128 Skovde, Sweden
Voice: 01146-500-448257, Fax: 01146-500-448298
E-Mail addresses: ktornblo@carbon.cudenver.edu
kyt@ibv.his.se
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Prisching Manfred
Aufsätze
Wohlfahrtsstaatliche Ideologien. Über Ideen und Argumente beim Rückbau des Sozialstaates, in: Manfred Prisching (Hrsg.): Ethik im Sozialstaat, Wien 2000, 37-130.
Die Autonomie im Fachhochschul-Bereich. Grundfragen und Problemaufriss, in: Manfred Prisching, Werner Lenz, Werner Hauser (Hrsg.): Die Autonomie im Fachhochschulbereich, Wien 2000, 11-25.
Politische Theorie, in: Karl Acham (Hrsg.): Geschichte der österreichischen Humanwissenschaften, Band 3.2.: Menschliches Verhalten und gesellschaftliche Institutionen: Wirtschaft, Politik und Recht, Wien 2000, 261-339.
Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit postmoderner Politik, in: Günther Ofner u.a. (Hrsg.): Österreichisches Jahrbuch für Politik 1999, Wien-München 2000, 469-497.
Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, in: Berg- und Hüttenmännische Monatshefte 145 (2000), H.7, 255-258.
Unternehmer und kapitalistischer Geist. Sombarts psychohistorische Studie, in: Jürgen Backhaus (Hrsg.): Werner Sombart (1863-1941) – Klassiker der Sozialwissenschaften. Eine kritische Bestandsaufnahme, Marburg 2000, 101-149.
Wissensbilder an der Jahrhundertschwelle. Eine destruktive Beschreibung, in: Werner Lenz (Hrsg.): Brücken ins Morgen. Bildung im Übergang, Studien Verlag, Innsbruck-Wien-München 2000, 243-278.
Versorgungsmentalität und Risikoerfahrung in der Wohlfahrtsgesellschaft, in: Robert Hettlage / Ludgera Vogt (Hrsg.): Identitäten in der modernen Welt, Westdeutscher Verlag, Opladen 2000, 299-312.
A Model of the Dynamic Welfare State – Friedrich von Hayek Revisited, in: Geschichte und Gegenwart 19 (2000), 227-242.
E-World, in: Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik 21 (2000), Heft 84, 122-135; wiederabgedruckt in: Erhard Busek (Hrsg.): Zukunft: Erfahrung, Erwartung, Entwurf (Europäisches Forum Alpbach 2000), Ibera, Wien 2001, 271-286.
Bilder von Wissenschaftlern in Literatur und Realität, in: Oswald Panagl/ Walter Weiss (Hrsg.): Noch einmal Dichtung und Politik. Vom Text zum politisch-sozialen Kontext und zurück, Böhlau, Wien-Köln-Graz 2000, 31-84.
Was geschieht in Wahlkämpfen?, in: Steirisches Jahrbuch für Politik 2000. Hrsg. von Hösele, Lopatka, Mantl, Prisching und Schilcher, Graz 2001, 46-74.
Postmoderne Tugenden? Aspekte einer unmodernen Problemstellung, in: Manfred Prisching (Hrsg.): Postmoderne Tugenden? Ihre Verortung im kulturellen Leben der Gegenwart (Reihe Sozialethik der Österreichischen Forschungsgemeinschaft), Passagen Verlag, Wien 2001, 15-37.
Das Verhältnis von Universitäten und Fachhochschulen, in: Manfred Prisching, Werner Lenz, Werner Hauser (Hrsg.): Das Verhältnis zwischen Universität und Fachhochschule, Verlag Österreich, Wien 2001, 141–165.
Robert Heilbroners ungreifbare Visionen, in: Günther Chaloupek/ Thomas Delapina (Hrsg.): Kapitalismus im 21. Jahrhundert. Ein Survey über aktuelle Literatur, Orac, Wien 2001, 59-77.
Bücher
Ethik im Sozialstaat (Reihe Sozialethik der Österreichischen Forschungsgemeinschaft 1), Passagen Verlag, Wien 2000.
Die Autonomie im Fachhochschul-Bereich (zus. mit Werner Lenz und Werner Hauser), Verlag Österreich, Wien 2000.
Postmoderne Tugenden? Ihre Verortung im kulturellen Leben der Gegenwart (Reihe Sozialethik der Österreichischen Forschungsgemeinschaft), Passagen Verlag, Wien 2001.
Das Verhältnis zwischen Universität und Fachhochschule (zus. mit Werner Lenz und Werner Hauser), Verlag Österreich, Wien 2001.
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EINLADUNG zur
ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG der
ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR SOZIOLOGIE
ZEIT: Freitag, 7. Dezember 2001, 16.00 – 18.00 Uhr
ORT: Universität Linz, Uni-Center, Repräsentationsraum A, 1. Stock
TOP:
1. Genehmigung der Tagesordnung
2. Genehmigung des Protokolls
3. Bericht des Vorsitzenden
4. Bericht des Finzanzreferenten
5. Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstandes
6. Aufnahme und Austritte von Mitgliedern
7. Neuwahl des Vorstandes der ÖGS (§12 der ÖGS-Satzungen)
8. Neuwahl des Redaktionskomitees der ÖZS
Um Bekanntgabe weiterer Tagesordnungspunkte wird gebeten!
Für den Vorstand:
A.Univ.-Prof. Dr. Josef Gunz
Linz, im Oktober 2001
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in Sekretariat erhältlich
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Um Mitgliedschaft in der ÖGS haben folgende Personen (seit der letzten Generalversammlung im Oktober 2000):
ALLINGER Karl, Mag., Wien
BÖNISCH Markus, Wien
DIBOLD Elisabeth, Luftenberg
DISSANAYAKE Amara, Graz
FRANK Elba Maria, Anif
GRIESSNER Evi, Salzburg
HAAS Barbara, Mag., Wien
HADLER Markus, Graz
HAYER Leopold, Wien
HELMBERGER Thomas, Mag., Gschwandt
HINTERER Hannes, Linz
JEDLICKA Peter, Mag., Wien
KALLEITNER Petra, Wien
KINZL Harlad, Wien
MAISSER Elisabeth, Linz
NAGL Silvia, Vöcklabruck (verzogen, neue Adresse nicht bekannt)
PENZ Holger, Wien
RAMMER Alfred, Dr., Asten
REITER Andrea, Mag., Wien
RITTER Manuela, Piberbach
SCHADAUER Andreas, Wien
SCHEIBER Gudrun, Linz
SCHINDLER Larissa, Wien
SCHNEEBAUER Richard, Mag., Schärding
SCOTT Alan, Prof. Dr., Innsbruck
STEINKÖLN Nina, Mag., Graz
WIESINGER Georg, Dr., Wien
ZARTLER Ulrike, Mag., Wien
ZECHNER Gerhard, Dr., Bregenz
ZILIAN Hans Georg, Dr., Graz
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Die "ÖGS-INFORMATIONEN" erscheinen vierteljährlich und dienen als parteiungebundenes Kommunikations- und Diskussionsorgan zur wechselseitigen Information der Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS).
Abonnement:
für Mitglieder der ÖGS frei
Bankverbindung:
PSK
Kontonummer: 1.870.569
Bankleitzahl: 60000
Bankverbindung:
Bank Austria
Kontonummer: 00628522500
Bankleitzahl: 20151
Redaktion, Hersteller und Herausgeber:
Vorstand der ÖGS,
Institut für Soziologie, Universität Linz,
Altenbergerstr. 69, A-4040 Linz
http://soziologie.soz.uni-linz.ac.at/sozthe/oegs
josef.gunz@jk.uni-linz.ac.at
heidi.schuetz@jk.uni-linz.ac.at
Präsident:
A.Univ.-Prof. Dr. Josef Gunz
Vizepräsidentin:
Dr. Sabine Blaschke
Vizepräsident:
A.Univ.-Prof. Dr. Hermann Denz
Kassier:
Ass.-Prof. Dr. Franz Wagner
Schriftführer:
A.Univ.-Prof. Dr. Gerald Angermann-Mozetic
Studentische Mitglieder:
Renate Gerstl
Franz Gschwandtner
David Lechner
Für den Inhalt verantwortlich (sofern nicht anders angegeben):
A.Univ.-Prof. Dr. Josef Gunz
Layout:
Heidi Schütz
Druck:
Wirtschaftsabteilung der Universität Linz